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Tübingen

Händler unter Druck

03.04.2018

Von Barbara Lupp, Tübingen

Im TAGBLATT bekam man zuletzt einen „bunten Strauß“ an Flächenumwandlungen präsentiert: So erschließt Dußlingen entlang der Steinlach Gewerbeflächen, Horb und das Örtchen Empfingen planen ein 35 Hektar (!) großes interkommunales Gewerbegebiet – da „muss“ Rottenburg mit dem „Galgenfeld“ natürlich nachziehen. Außerdem, so der IHK-Regionalmanager laut TAGBLATT, hätten auch „Tübingen und Reutlingen kürzlich neue Gewerbeflächen beschlossen. Rottenburg darf nicht den Anschluss verlieren“.

Da half es auch nichts, dass es gute Gegenargumente gab. So sieht der Bund Ortsverein Rottenburg in einem Schreiben an die Gemeinderäte „die Festlegung auf ein neues Gewerbegebiet ohne faktische Nachfrage in der aktuell genannten Größenordnung von 20 bis 30 Hektar kritisch und hält in diesem Zusammenhang das Immakom-Gutachten für wenig belastbar, vor allem in Fragen der statistischen Auswertung sowie der Vermischung von Wünschen und Wirklichkeit.“

Die Stadtverwaltung Tübingen präsentiert sich im Vergleich zu benachbarten Kommunen gern als flächensparend: Man benötige neue Gewerbeflächen nur für einheimische Betriebe mit Expansionsbedarf. Seltsam, dass man nun auf die Ansiedlung des Konzerns Amazon „als Aushängeschild, das weitere Firmen anzieht“ setzt. Übrigens schadet Amazon nicht nur dem örtlichen Einzelhandel, wie Gemeinderäte anmerkten, sondern setzt laut SWR selbst Händler unter Druck, die versuchen über Onlineangebote auf dem „Amazon-Marketplace“ konkurrenzfähig zu bleiben.

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Erstellt:
3. April 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
3. April 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. April 2018, 01:00 Uhr

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