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HINTERGRUND: Mehr Ältere im Beruf

Möglichst früh in die Rente gehen war einmal: Die Zahl der Älteren im Job ist in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland deutlich gestiegen.

23.07.2009

In Deutschland sind immer mehr ältere Menschen berufstätig. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen stieg in den vergangenen 15 Jahren von 35,9 Prozent auf 53,8 Prozent, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer gestern veröffentlichten Studie berichtete. Damit übertreffe die Quote schon heute das von der Europäischen Union vereinbarte Ziel von 50 Prozent für 2010. Günstig entwickelt hat sich laut IAB vor allem die Beschäftigungssituation der 55- bis 59-Jährigen, während die über 60-Jährigen und die geringqualifizierten Älteren weiterhin Schwierigkeiten damit hätten, eine Stelle zu finden. "Die Situation der Älteren auf dem Arbeitsmarkt ist immer noch alles andere als rosig, hat sich aber in den letzten Jahren verbessert ", erklärten die IAB-Autoren Andrea Arlt, Martin Dietz und Ulrich Walwei. Da diese Entwicklung bereits vor 2005 eingesetzt habe, sei dafür nicht nur die gute Konjunktur der vergangenen Jahre verantwortlich, sondern auch gesetzliche Änderungen. Die Arbeitsmarktexperten sehen hier eine gewisse Signalwirkung durch die beschlossene Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre, aber auch positive Effekte durch die Einschränkung bei der Frühverrentung. Gleichzeitig warnen sie vor einer Kehrtwende: Eine Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für Ältere wäre ein Schritt in die falsche Richtung. Dies gelte auch für die Regelung, dass über 58-jährige Arbeitslosengeld-II-Bezieher nicht mehr als arbeitslos gezählt werden, wenn ihnen länger als ein Jahr keine sozialversicherungspflichtige Stelle angeboten werde. Die Arbeitsmarktexperten warnen außerdem davor, die 2009 auslaufende Förderung der Altersteilzeit zu verlängern. Das in neun von zehn Fällen genutzte Blockmodell, das zu einem früheren Ausscheiden aus dem Arbeitsleben führt, gebe falsche Signale und reduziere den Druck auf die Unternehmen, rechtzeitig Konzepte für ein altersgerechtes Arbeiten zu entwickeln. Wichtigste Instrumente zur Förderung der Erwerbsfähigkeit Älterer ist nach Auffassung der IAB-Autoren dagegen die Bildungs- und Gesundheitspolitik. Präventiv eingesetzt sei sie die beste Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. AP

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23.07.2009, 12:00 Uhr
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