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Stuttgart

«Gymnasium 2020»: Lehrerverband bangt um Qualität

Der Gymnasiallehrerverband fürchtet, dass das Konzept «Gymnasium 2020» des Kultusministeriums zu einem Qualitätsverlust führt.

11.02.2016
  • dpa/lsw

Stuttgart. Zwar seien die zusätzlichen 111 Lehrerstellen für die zehnten Klassen des achtjährigen Gymnasiums (G8) zu begrüßen, betonte der Philologenverband (PhV) am Donnerstag in Stuttgart. Aber die obligatorische unterschiedliche Förderung innerhalb der Klasse sowie der zeitweilig räumlich getrennte Unterricht begrenze den Raum des für alle verpflichtenden Unterrichtsstoffs zu sehr. Dies berge die Gefahr einer allgemeinen Niveauabsenkung.

Das weder mit den betroffenen Verbänden, noch mit den Personalvertretungen diskutierte Konzept biete nicht mehr zusätzliche Zeit für Wiederholen und Vertiefen in G8. «Auch das Problem der mangelnden Reife wird nicht gelöst», hieß es in der Mitteilung weiter. Die grundsätzlichen Probleme des G8 würden nicht gelöst, resümierte der Verband.

Deshalb mache «Gymnasium 2020» auch nicht die Forderung nach flächendeckender Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums hinfällig. Diese werde nicht nur vom PhV, sondern auch von vielen Schülern und einer «übergroßen Mehrheit» der Eltern gewünscht. Derzeit gibt es 44 neunjährige Gymnasien als Schulversuch im Südwesten.

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11.02.2016, 14:16 Uhr | geändert: 11.02.2016, 13:15 Uhr
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