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München

Gurlitts Cousine legt neues Gutachten vor

Im Rechtsstreit um das Testament des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist noch immer kein Ende in Sicht. Seine Cousine hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) München drei Gegengutachten vorgelegt, die beweisen sollen, dass Gurlitt nicht Herr seiner Sinne war, als er sein Testament verfasste.

03.03.2016
  • DPA

München. Das teilten ihre Anwälte am Mittwoch in München mit. Das OLG bestätigte den Eingang der Stellungnahme.

Ein vom Gericht bestellter Sachverständiger war zuvor in einem 146 Seiten langen medizinischen Gutachten dagegen zu dem Schluss gekommen, Gurlitt habe seine Kunstschätze im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte an das Kunstmuseum Bern vererbt. Die Cousine Uta Werner erhebt selbst Anspruch auf das millionenschwere Erbe und die Sammlung, deren Fund die Kunstwelt 2013 in Atem hielt.

Zwei der drei nun von ihr vorgelegten Gutachten kommen zum Ergebnis, dass Gurlitt bei der Unterzeichnung seines Testamentes nicht testierfähig war, ein drittes sieht bei dem Gerichtsgutachten methodische Fehler. "Damit artikulieren und belegen die Gutachter berechtigte Zweifel an der Richtigkeit des vorliegenden Gerichtsgutachtens", teilen die Anwälte mit. Das OLG sei nun aufgefordert, "die Widersprüche in den Gutachten gegebenenfalls durch Beiziehung eines Obergutachters zu klären".

Damit könnte sich die endgültige Entscheidung des Gerichtes über die Rechtmäßigkeit des Testaments weiter verzögern. Die Anwälte von Uta Werner gehen davon aus, dass es möglicherweise erst in der zweiten Jahreshälfte soweit sein wird. Der Rechtsstreit läuft seit November 2014. Im Jahr 2012 waren rund 1280 Kunstwerke in Gurlitts Münchner Wohnung beschlagnahmt worden, zwei Jahre später tauchten weitere 238 Gemälde in seinem verwahrlosten Haus in Salzburg auf. Bei Hunderten davon bestand Verdacht auf Nazi-Raubkunst. Gurlitt war am 6. Mai 2014 in seiner Schwabinger Wohnung gestorben.

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03.03.2016, 08:30 Uhr
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