Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kultur

Grün-Schwarz streitet um Raubkunst

Wissenschaftsministerin will Rückgabe von Nazi- und Kolonial-Beute regeln.

11.10.2018

Von AXEL HABERMEHL

Stuttgart. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) will mit dem Land eine bundesweite Vorreiterrolle bei der Rückgabe von Raubkunst einnehmen – doch der Koalitionspartner CDU tritt auf die Bremse.

Bauer hat Pläne für eine rechtliche Grundlage erarbeitet, um in Landesbesitz befindliche Kulturgüter herauszugeben, die während des Nationalsozialismus oder im kolonialen Kontext in Landesbesitz kamen. Damit wollte sie schon vor Wochen ins grün-schwarze Kabinett, doch die CDU strich den Punkt mehrfach von der Tagesordnung.

In der Kabinettsvorlage, die dieser Zeitung vorliegt, heißt es, das Land bekenne sich zu seiner historischen Verantwortung: „Sowohl die Zeit des Nationalsozialismus wie auch die Kolonialherrschaft waren für die Opfer mit einer umfassenden Unterwerfungs- und Zwangslage verbunden, angesichts derer die Berufung auf eine formale Eigentümerstellung zur alleinigen Rechtfertigung des eigenen Besitzes als nicht angemessen erscheint.“ Bisherige internationale und Bundes-Regelungen seien „rechtlich nicht bindend“. Das will Bauer ändern. Die Grünen-Fraktion unterstützt die Pläne. CDU-Abgeordnete Marion Gentges sagt: „Beim Thema Kolonialismus haben wir noch rechtlichen Prüfbedarf.“ Der Teil zur NS-Beute sei dagegen „unproblematisch“.

Viele Landesmuseen besitzen Stücke, die in der Zeit des Kolonialismus nach Deutschland kamen. Axel Habermehl

Zum Artikel

Erstellt:
11. Oktober 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Oktober 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+