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Baden-Württemberg

Großrazzia: Polizei durchsucht landesweit Wohnungen

Am frühen Dienstagmorgen durchsuchten über 570 Beamte der Landes- und Bundespolizei Wohnungen in drei Bundesländern. Der Einsatz der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Schleuser (GES), einer Einheit aus Ermittlern des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und der Bundespolizeidirektion Stuttgart, richtete sich gegen eine international arbeitende Bande aus Afrika. Insgesamt 34 Wohnungen und Arbeitsstellen in Baden-Württemberg (Böblingen, Sindelfingen, Herrenberg, Stuttgart, Jettingen, Nagold, Calw, Murrhardt, Eberbach Asperg, Schwäbisch-Hall und Gerstetten), Rheinland-Pfalz (Worms, Herne) und Nordrhein-Westfalen (Köln) wurden durchsucht.

23.09.2008
  • tol

In Sindelfingen, Jettingen, Murrhardt, Eberbach, Calw, Schwäbisch-Hall, Köln, Herne und Worms wurden insgesamt 13 Beschuldigte festgenommen, gegen die Haftbefehle bestanden. Bei den Festgenommenen handelt es sich um zehn Männer und drei Frauen, die meisten nigerianischer Herkunft. Die Festgenommenen werden dem Haftrichter vorgeführt. Bei den Durchsuchungen wurden geringe Mengen Marihuana und viele Unterlagen gefunden, die derzeit ausgewertet werden.

Die Polizei wirft den Beschuldigten die Einschleusung von Landsleuten, die Vermittlung von Scheinehen, Scheck- und Überweisungsbetrügereien sowie Rauschgifthandel in größerem Rahmen vor. Auf ihre Spur kamen die Ermittler durch ein früheres Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels, bei dem eingeschleusten Frauen aus Afrika mit Voodoo-Ritualen zur Prostitution gezwungen worden waren.

Der mutmaßliche Kopf der Bande, ein 43-jähriger Deutscher nigerianischer Herkunft, war damals ins Visier der Ermittler geraten, weil er einer anderen Schleuserorganisation ein Mädchen verkaufen wollte. Die Frau war aus Nigeria eingeschleust worden und sollte zur Prostitution gezwungen werden.

Weitere Ermittlungen zeigten schnell, dass mehr dahinter steckte. Nach mehrmonatigen Ermittlungen kristallisierte sich laut Polizeiangaben die jetzt zerschlagene Bande heraus, die eine breite Palette des Strafgesetzbuches "abdeckte": Neben der Vermittlung von Scheinehen sowie umfangreichen Scheck- und Überweisungsbetrügereien soll die Gruppe auch einen schwunghaften Handel mit Marihuana betrieben haben.

Der mutmaßliche Hauptlieferant des Rauschgifts, ein mit einer Deutschen verheirateter 43-jähriger Nigerianer mit Wohnsitz in Bayern, wurde am vergangenen Samstag von Frankfurter Polizeibeamten festgenommen. Er soll kurz zuvor 18 Kilogramm Marihuana in den Niederlanden beschafft haben.

Die Bande fälschte Überweisungen zu Lasten des Kontos eines Medienunternehmens und zu Gunsten von Konten ihrer Bandenmitglieder. Ein gefälschtes Schreiben mit dem Briefkopf des Medienunternehmens sollte bei Nachfragen den Eindruck erwecken, dass alles in Ordnung sei. In einem Fall wurden so mehrere Tausend Euro ergaunert.

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23.09.2008, 12:00 Uhr
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