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Großes Reinemachen
Während in den Firmen zwischen den Jahren oftmals Putzen angesagt ist, genießen viele Angestellte ihre Betriebsferien gemütlich zuhause. Fotos: Fotolia
Was in Unternehmen während der Betriebsferien passiert

Großes Reinemachen

Viele Unternehmen geben ihren Mitarbeitern zwischen den Jahren frei. Was passiert in der Firma, wenn keiner da ist? Viele Betriebe nutzen die Zeit, um Maschinen auf Vordermann zu bringen - und zum Putzen.

28.12.2015
  • MIRIAM KAMMERER

Ulm. Eine Krankenschwester oder ein Hotelier können nur davon träumen: einmal zwischen den Jahren frei haben. In vielen Industrieunternehmen ist es jedoch gang und gäbe, dass die Mitarbeiter zu dieser Zeit in den Urlaub geschickt werden. Das heißt aber noch lange nicht, dass in den Betrieben nichts los wäre. Während die Mitarbeiter noch die Reste von Weihnachtsgans und Spekulatius vertilgen, wird in der Firma alles auf Hochglanz poliert oder es werden überfällige Reparaturarbeite erledigt.

Der Automobilzulieferer ZF gibt seinen Mitarbeitern am Stammsitz Friedrichshafen vom 24. bis 31. Dezember frei. Ausnahmen gelten für Beschäftigte in der Finanz-, Personal-, oder IT-Abteilung. Ein Sprecher begründet das damit, dass nicht überall auf der Welt Weihnachtsurlaub gemacht wird, und ZF als global tätiges Unternehmen darauf Rücksicht nehmen wolle. Auch der Werksschutz ist zwischen den Jahren im Einsatz, um zum Beispiel Handwerker auf das Betriebsgelände zu lassen.

Während der überwiegende Teil der Belegschaft im Urlaub ist, werden bei ZF Reinigungs- und Instandhaltungsmaßnahmen gemacht.

Auch beim Autobauer Daimler gilt in der Stuttgarter Konzernzentrale Betriebsruhe von Heiligabend bis Silvester. In den deutschen Pkw- und Powertrainwerken haben die Beschäftigten sogar zwei Wochen Betriebsferien. Eine Sprecherin sagt, dass die Termine von Werk zu Werk unterschiedlich sein können. Die Pause nutzt Daimler in allen Werken für Umbauten, Wartungs- und Modernisierungsarbeiten.

Beim Elektromotoren- und Ventilatorenhersteller Ebm-Papst aus Mulfingen im Hohenlohekreis sind keine Renovierungs- und Reinigungsarbeiten geplant, sagt Sprecher Hannig Hauke. Auch die Mulfinger machen aber Betriebsferien, und zwar vom 23. Dezember bis zum 4. Januar. Etwa 3000 Mitarbeiter kommen in den Genuss. In einzelnen Bereichen sei jedoch eine Notfallbesetzung im Haus, sagt Hauke. So bleibt das Unternehmen für Kunden und für andere Niederlassungen ansprechbar. Softwareaktualisierungen fallen ebenfalls in den Aufgabenbereich der Notfallbesetzung.

Auch beim Medizin- und Pflegeproduktehersteller Hartmann aus Heidenheim herrscht in der Zeit zwischen Heiligabend und Dreikönig Betriebsruhe, sagt Sprecher Matthias Mietka. Die Ferien gelten für 90 Prozent der Belegschaft, schätzt Mietka. Einzelne Fachabteilungen seien weiter im Haus vertreten.

Er ist sich sicher, dass bei Bestellungen zum Beispiel von Krankenhäusern alles "eingetaktet" ist und erwartet "keine überraschende Anfrage" zwischen den Jahren. Die medizinischen Produkte der Firma werden meist auf Vorrat bestellt, daher geht er nicht davon aus, dass Mitarbeiter aus ihrem Urlaub zurückgerufen werden müssen.

Es gibt auch Industrieunternehmen, in denen zwischen den Jahren durchgearbeitet wird. Das ist zum Beispiel bei Schuler in Göppingen der Fall. Der Pressenhersteller habe dieses Jahr keine Betriebsruhe, sagt Ingo Schnaitmann, der Leiter der Unternehmenskommunikation. Frei nehmen dürfen sich die Mitarbeiter, wenn sie wollen, natürlich trotzdem.

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28.12.2015, 08:30 Uhr
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