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Eine Wiederholung ist wahrscheinlich

Großer Andrang beim Tübinger Bürgerfrühstück: 200 aßen mit

Das erste Bürgerfrühstück auf dem Tübinger Marktplatz war ein voller Erfolg und soll im nächsten Jahr noch größer werden.

03.07.2017

Von Andreas Straub

Oliven, Tomaten und Ziegenkäse oder doch lieber ein frisches Brötchen mit hiesigem Honig? Über 200 Gäste nahmen am Samstagmorgen auf dem Marktplatz ein gemeinsames Frühstück ein.Bild: Franke

Die Bierbänke vor dem Rathaus waren am Samstagmorgen alle belegt. Etliche, die zum ersten Bürgerfrühstück wollten, mussten doch an einen anderen Ort für ihr Frühstück unter freiem Himmel ausweichen. Die Cafés am Marktplatz waren regulär geöffnet und auch deren Stühle und Tische gut belegt. „Wir sind überrascht von dem Andrang“, erklärte Manuel Rongen von der veranstaltenden Bürgerstiftung.

20 Garnituren habe die Stiftung aufgestellt – für 200 Sitzplätze. Etwas unsicher sei man gewesen, so Rongen, wie die Idee angenommen werde. Das Wetter spielte halbwegs mit: Der Himmel war zwar wolkenverhangen, aber es blieb trocken. Und so zog es doch viel mehr Leute als erwartet zum gemütlichen Beisammensein vor dem historischen Rathaus auf dem Tübinger Marktplatz.

Es war eine bunte Mischung aller Altersgruppen. Jeder durfte und sollte sein Frühstück selbst mitbringen. Eine Gruppe junger Leute zum Beispiel hatte Oliven, Käse, Tomaten und Weißbrot dabei. Eine junge Frau, die in Tübingen studiert, bekam Frühstücks-Besuch von Freunden aus Stuttgart und Freiburg. Kaffee, Orangensaft und Mineralwasser kauften sie sich am Stand der Bürgerstiftung vor dem Rathaus.

Zwei Tische weiter hatten die befreundeten Tübinger Klaus Schrenk und Susanne Taylor Platz genommen. „Ich habe nur einen guten Hunger dabei“, sagte Schrenk. Weißwürste und Brezeln, dazu ein kühles Weizen - gab es schließlich alles vor Ort. „Das ist ein gutes Konzept und angenehm hier“, sagte Schrenk. Die Musik sei hervorragend. Das Jazz-Trio „Flüstertüte“ und der Akkordeonspieler Peter Weiß wechselten sich mit Liveauftritten ab und sorgten für entspanntes Flair.

Taylor hatte sich vorher selbst beim Bäcker versorgt. Dazu gab es Marmelade und Honig, Tee und Kaffee. Ihr Sohn Joshua sah sich in der Teddyklinik, die zeitgleich im Foyer des Rathauses geöffnet hatte, um. „Man könnte noch einen Kindertisch einrichten“, schlug Taylor vor. Ein kreatives Angebot für Erwachsene könnte sie sich zusätzlich vorstellen.

Am Nebentisch ploppte eine Sektflasche, Croissants wurden ausgepackt. Auch bekannte Gesichter wie die frühere SPD-Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid, Oberbürgermeister Boris Palmer und einige Gemeinderäte schauten beim Frühstück vorbei. „Das Besondere ist, dass die Leute nichts teuer kaufen müssen“, sagte Rongen. Damit wolle sich die 2001 von 30 Tübingerinnen und Tübingern gegründete Bürgerstiftung auch ein wenig von kommerziellen Großveranstaltungen wie der Chocolart oder dem Umbrisch-Provenzalischen Markt abgrenzen.

„Ein Treffpunkt für alle Tübinger zum zwanglosen Austausch“, so Rongen. Durch die Frühstücksgespräche bekomme die Stiftung nebenbei mit, welche Probleme die Tübinger haben und wo der Schuh drückt, sagte Rongen. Beispielsweise hätten sich mehrere alleinerziehende Mütter besorgt gezeigt, dass die Förderung eines Entlastungsprojektes für Alleinerziehende ausläuft. Die Bürgerstiftung überlegt nun, wie sie helfen kann. Dass das Bürgerfrühstück nächstes Jahr wiederholt und mit weiteren Tischen deutlich vergrößert wird, sagte Rongen, sei nach dem guten Auftakt sehr wahrscheinlich.

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Erstellt:
3. Juli 2017, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Juli 2017, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Juli 2017, 01:00 Uhr

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