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Große Show zum Sechzigsten
Von der Wasserski-Darbietung bis zum Drachenbootrennen: Beim Hafenfest war einiges geboten. Foto: Ferdinando Iannone
Jubiläum

Große Show zum Sechzigsten

Tausende Besucher feiern den Geburtstag des Stuttgarter Hafens. Der OB rühmt dessen Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.

23.07.2018
  • TILMAN BAUR

Stuttgart. Auf so viel Interesse wie am Samstag ist eine Kiste gepresster Aluminiumspäne wohl selten gestoßen. Ein halbes Dutzend erwachsener Männer beugt sich über die silberglänzenden Brocken, die so groß sind wie ein Stück Seife. „Wie schwer sind die wohl, ein halbes Kilo?“, fragt einer in die Runde. Es ist die Preisrätsel-Frage der Firma Falk Adler, der die Kiste gehört.

Das Unternehmen recycelt Schrott und Metall, handelt mit Nutzeisen und gebrauchten Maschinen und führt Industriemontagen durch. Am Samstag durften Besucher des Hafenfests erstmals einen Blick hinter die Kulissen der Betriebe werfen, die den Stuttgarter Hafen seit 60 Jahren am Laufen halten.

Programm an fünf Piers

Vor allem Familien waren es, die am Samstagnachmittag die erste trockene Zeit des Tages nach stundenlangem Regen nutzten, um das sonst kaum zugängliche Industriegebiet am Neckar zu erkunden. Shuttle-Busse transportierten die Besucher von der S-Bahn-Station Untertürkheim und von der Stadtbahnhaltestelle Hedelfingen Richtung Otto-Hirsch-Brücken, wo der Hafen beginnt. Von dort aus ging es eine Straßenschlucht entlang wuchtiger Lager- und Werkshallen hinab zu den fünf Piers, auf denen die Hafengesellschaft ein buntes Programm vorbereitet hatte.

Von Wasserski-Shows über Drachenbootrennen bis hin zu Fahrten auf historischen Dampflokomotiven war einiges geboten – nicht zu vergessen natürlich die Hafenrundfahrten auf dem Neckar. Den Kindern hatte es vor allem das schwere Gerät angetan, seien es die Oldtimer-Nutzfahrzeuge, die schön hergerichtet am Straßenrand standen, oder die Lastkräne, Hebebühnen und Bagger, an denen sie ihr Können unter Beweis stellen durften.

Vor dem roten Kran der Firma Scholpp wurde die Schlange besonders lang. Dort galt es, vom Führerhaus aus ein rundes Metallstück auf die Mitte einer auf dem Boden angebrachten Zielscheibe abzusetzen.

Auf dem benachbarten Pier hämmerten Kinder auf einem Berg schwarzer Öl-Schieferplatten herum. Eine Mutter wickelte die Platten in Zeitungspapier ein. „Wir nehmen die mit, und du kannst zu Hause weiterklopfen“, erklärte sie ihrem Sohn und erntete wütende Proteste.

Ein Nürtinger Shanty-Chor beschallte die von Imbiss- und Getränkebuden sowie Infoständen gesäumte Flaniermeile. „Es folgen jetzt ein paar Seemannslieder mit voller Breitseite“, versprach der Dirigent, stimmte „Capitano, Capitano“ an und brachte das schunkelnde Publikum in Nordsee-Stimmung.

Viel Zuspruch trotz Regens

Die Hafengesellschaft zeigte sich am Nachmittag mit dem Jubiläumsfest den Umständen entsprechend zufrieden. 7000 Besucher seien bislang da gewesen, schätzte Pressesprecher Johannes Zeller. „Trotz strömenden Regens sind viele gekommen, am Vormittag haben sie sich eben unter den Dächern verteilt.“ Besonders beliebt sei die Bimmelbahn gewesen, die sich durch Lagerhallen und entlang der Schrottberge schlängelte. „Das ist für die Gäste besonders eindrücklich, denn diese Dinge bekommen sie selbst am Tag der offenen Tür nicht zu sehen“, sagte Zeller. Für die beteiligten Unternehmen sei das Fest ein logistischer Kraftakt. „Was man nicht sieht, ist der lange Vorlauf. Die Firmen bauen tagelang auf, verschieben Fahrzeuge und ändern Frachtabläufe. Fast alle haben ja sieben Tage die Woche Betrieb“, so der Sprecher.

Am Vormittag hatte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) das Fest mit einem Fassanstich eröffnet. Für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt sei der Hafen entscheidend, sagte Kuhn. Zumal er die den Straßenverkehr entlaste: „Ich bin froh über jeden Lkw, der nicht auf der Straße landet.“

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23.07.2018, 06:00 Uhr
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