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Weltmeisterschaft 2018

Große Fußball-Nationen bibbern um ihr WM-Ticket

Messis Argentinien leidet, Arturo Vidals Chile schwächelt. Auch europäische Größen wie Italien und die Niederlande müssen bangen.

07.09.2017
  • GEROLD KNEHR

Buenos Aires. Stell Dir vor, es ist Fußball-Weltmeisterschaft, und Stars wie Lionel Messi, Arturo Vidal, Gianluigi Buffon oder Arjen Robben fehlen. Nun, dass sich Robbens Niederländer nicht für eine EM oder wie jetzt wahrscheinlich nicht für die WM 2018 in Russland qualifizieren, ist nichts Neues – und als Schmähgesang („Ohne Holland fahr'n wir zur...“) fast schon zum Hit geworden. Doch ein WM-Endrundenturnier ohne Vidals chilenische Krieger, Buffons routinierte Italiener oder Messis stolze Argentinier? Das wäre für viele Fußballfans nur schwer zu verkraften.

„Messi leidet. Wir auch“, kommentierte eine argentinische Zeitung das 1:1 im Estadio Monumentál von Buenos Aires gegen Venezula. Nur 1:1 gegen einen Gegner, das nicht nur eine schwere politische Krise durchlebt, sondern auch in der südamerikanischen WM-Qualifikationsgruppe als Tabellenletzter chancenlos ist. Nach Venezuelas Führung erzielte nicht etwa Messi oder einer seiner hochgehandelten Mitspieler den Ausgleich. Vielmehr profitierten die Gauchos von einem Eigentor des ehemaligen Duisburgers Rolf Feltscher, der den Ball zum 1:1 in die eigenen Maschen grätschte. „Wenn du elf glasklare Torchancen hast und keine davon verwertest, und der Gegner gleich eine nutzt, macht sich eine gewisse Unruhe breit“, versuchte Trainer Jorge Sampaoli das Debakel zu erklären.

Auf den derzeitigen Tabellenfünften der Südamerika-Qualifikation warten in den letzten zwei Begegnungen schwere Aufgaben. Am 5. Oktober geht es gegen den derzeitigen Tabellenvierten Peru, fünf Tage später müssen Messi und Co im 3000 Meter hoch gelegenen Quito gegen Ecuador ran.

Während Argentinien noch auf Platz fünf und die zwei Playoff-Spiele gegen Neuseeland als Ausweg Richtung Russland hofft, wäre Chile nach dem 0:1 in Bolivien als derzeitiger Sechster aus dem WM-Rennen. Zwei Monate nach dem 0:1 im Confed-Cup-Finale gegen Deutschland, wo Arturo Vidal dem Weltmeister noch gut Paroli geboten hatten, läuft nicht mehr viel. Das 0:1 auf 3600 Metern Höhe in La Paz wirft Chile noch weiter zurück. Sinnbild der Krise ist ausgerechnet der Münchner Arturo Vidal, dem wie beim jüngsten 0:3 gegen Paraguay fast ein Eigentor unterlaufen wäre. Nur die ersten vier Teams der Amerika-Qualifikation schaffen den direkten Sprung zur WM.

Hoffen auf Umweg Playoff

In Europa müssen die Italiener die nach dem 0:3 in der starken Gruppe G gegen Tabellenführer Spanien die direkte Qualifikation wohl verpassen werden, auf den Umweg Playoff hoffen. Die Kritik konzentriert sich vor allen auf Torhüter Gianluigi Buffon (39), der in seinem 170. Länderspiel bei den Gegentreffern keine glückliche Figur machte.

Jeweils auf Platz drei in ihrer Qualifikationsgruppe und damit aus dem Rennen sind derzeit Arjen Robbens Niederlande und die Türkei mit BVB-Profi Nuri Sahin. Holland zeigte nach dem bitteren 0:4 gegen Frankreich mit dem 3:1 gegen Bulgarien genauso eine Reaktion wie die Türken, die dem 0:2 in der Ukraine ein mühsames 1:0 gegen Kroatien folgen ließen. Noch besteht für beide vor den letzten beiden Spieltagen die Möglichkeit, doch noch auf den Russland-Zug aufzuspringen. Doch allzu groß ist die Chance für beide nicht. Der jeweilige Gruppenerste ist in den Europa-Gruppen für Russland qualifiziert, die besten Zweiten haben in zwei Relegationsspielen eine Fifty-Fifty-Chance.

Als einzige Europäer haben sich die Belgier bereits für die WM 2018 qualifiziert. Als weitere Starter neben Gastgeber Russland stehen bislang Brasilien, Mexiko, Japan, Südkorea, Saudi-Arabien und der Iran fest. (mit dpa)

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07.09.2017, 06:00 Uhr
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