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Ammerbucher Paartherapeut zur Wulf-Trennung

"Große Distanz in der Körpersprache"

Die Trennung von Christian und Bettina Wulff sei absehbar gewesen, sagt der Paartherapeut Dr. Roland Weber aus Ammerbuch bei Tübingen.

08.01.2013

Von MATHIAS OSTERTAG

Herr Dr. Weber, war die Trennung der Wulffs absehbar?

ROLAND WEBER: Ja, schon seit längerer Zeit hat sich eine Trennung abgezeichnet. Das Ehepaar Wulff hat eine gemeinsame Krise durchgemacht und nach außen hin bewältigt. Innerlich war man sich wohl nicht mehr einig. Fotos aus den vergangenen Monaten zeigen ein Paar, das mit seiner Körpersprache eine große Distanz zueinander aufweist.

War es denn sinnvoll, dass Bettina Wulff ihr Innenleben literarisch nach außen getragen hat?

WEBER: Das ist ein überflüssiges Buch, mit dem sie zudem kaum Erfolg erzielen konnte. Was sie schreibt, ist nicht gerade Ausdruck solidarischen Zusammenlebens. Die kritischen Äußerungen über ihren Mann hat sie zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt veröffentlicht, schließlich ist sie ja selbst in die Sache verstrickt. Bettina Wulff hatte ihren Machtzuwachs durch die Heirat mit Christian sichtlich genossen, das viele Geld und den neuen Status. Dann hat ihr Mann Schiffbruch erlitten, jetzt versucht sie sich von ihm zu distanzieren und sagt: Ich bin meine eigene Person. Deshalb wird sie ihm die Schuld geben. Die Trennung war folgerichtig.

Die Wulffs, die van der Vaarts, Heidi Klum und Seal: Warum scheitern plötzlich viele dieser Vorzeige-Ehen?

WEBER: Es gibt keine Statistiken, dass Promi-Ehen häufiger scheitern als andere. Fakt ist aber: Viele dieser Paare werden oft medial hochgejubelt. Wenn sich die Promis dann trennen, merkt man erst wieder: Die können es ja auch nicht besser. Ich denke aber, eine Promi-Ehe ist mit einem höheren Risiko behaftet, irgendwann zu scheitern.

Die Wulffs hatten therapeutische Hilfe in Anspruch genommen. Hätte die Ehe gerettet werden können?

WEBER: Wenn man mit den eigenen Möglichkeiten nicht mehr weiterkommt, muss man einsehen: Wir brauchen einen Fachmann. Manche Beziehungen lassen sich retten oder es könnte zumindest eine Trennung mit Anstand zustande kommen. Wichtig ist, dass es keine Hängepartie wird, dass man sich später ohne Häme oder verletzte Gefühle wieder begegnen kann.

Der Familien- und Paar- therapeut Dr. Roland Weber.

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Erstellt:
8. Januar 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
8. Januar 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. Januar 2013, 12:00 Uhr

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