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Syrien

Großbritannien will Luftangriffe ausweiten

03.12.2015
  • DPA

London. Die britische Regierung hat eine rasche Beteiligung der Royal Air Force an Luftangriffen auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien gefordert. "Ich bin der Meinung, wir können einfach nicht länger warten. Wir müssen jetzt handeln", sagte Premierminister David Cameron gestern im britischen Unterhaus. Der IS stelle eine Gefahr für Großbritannien dar, London dürfe "seine nationale Sicherheit nicht in die Hände anderer legen".

Bereits zu Beginn der zehnstündigen Parlamentsdebatte stand fest, dass es bei der Abstimmung am Abend eine solide Mehrheit für die Regierung geben würde. Zwar gebe es etwa ein Dutzend Abweichler im Regierungslager, doch vermutlich mehr als 50 Abgeordnete der Opposition wollten Cameron unterstützen, berichteten britische Medien.

Bisher fliegt die Royal Air Force ausschließlich Angriffe auf IS-Stellungen im Irak. Labour-Chef Jeremy Corbyn meinte, Luftangriffe würden "beinahe unausweichlich zum Tod von Unschuldigen führen". Zudem bestehe die Gefahr, dass Großbritannien doch mit Bodentruppen eingreifen müsse - auch wenn Cameron dies verneint. Eine Verschärfung des Krieges mache Terrorattacken in Großbritannien wahrscheinlicher und erschwere eine politische Lösung. Cameron räumte ein, dass die IS mit Luftschlägen nicht besiegt werden könne. Die Luftangriffe könnten aber den Weg für "moderate" Kämpfer ebnen.

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03.12.2015, 08:30 Uhr
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