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Dunking

Groß der Frust

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12.10.2015
  • Bernhard Schmidt

Erste Hälfte: kein Festakt

Groß der Frust
Tiger Vladimir Mihailovic am Boden zerstört.

Das hatten sich die Zuschauer nach der Gala gegen Göttingen ganz anders vorgestellt. Aufgeregte Diskussionen schon in der Pause – und allerorten mit Blick auf die vorausgegangenen Spielzeiten die ängstliche Frage: Geht das Zittern schon wieder los? Ralf Wettemann, Vorsitzender des Fanclubs Neckartigers, feierte am Samstag seinen 52. Geburtstag und hatte sich natürlich ein schöneres Präsent gewünscht. „Ich bin maßlos enttäuscht“, sagte der Tigers-Oberfan zur Halbzeitpause, „wir haben einfach zu wenig gerissen und uns von den Eisbären den Schneid abkaufen lassen.“ Auf einen späten Sieg im zweiten Abschnitt mochte Wettemann bei einem 22-Punkte-Rückstand natürlich nicht wetten. Besonders enttäuscht hatte ihn die Leistung von Taorlyn Fitzpatrick. Der Tigers-Power-Forward, als hätte er sich die Kritik zu Herzen genommen, trug sich nach der Pause mit zwei Dreiern in die Scorer-Liste ein, verhalf seinen Tigers zu einer deutlich besseren zweiten Hälfte.

Wieder eine Zitterrunde?

„Wir haben in der ersten Hälfte ohne Energie gespielt“, kritisierte Tigers-Manager Robert Wintermantel das Spiel seiner Mannschaft, „so einen Auftritt kann man sich in dieser starken Liga nicht leisten.“ Entsprechend energisch sei die Ansprache von Chefcoach Igor Perovic in der Kabine ausgefallen. Zu viele mentale Fehler und die vielen Ballverluste machte Wintermantel letztlich für die miserable erste Hälfte verantwortlich. Einigermaßen rehabilitiert habe sich sein Team nach dem Kabinengang. Die Auftaktpartie gegen Göttingen habe hundertprozentig überzeugt und auch in Ludwigsburg habe die Intensität gestimmt. Keine Indizien für eine weitere Zittersaison also, findet der Tigers-Manager – und bittet um Geduld: „Die Mannschaft muss noch zusammenwachsen. Wir sind jedenfalls stark genug, eine gute Saison zu spielen.“

Suche nach Teamchemie

Auch Center Mahir Agva, der in den ersten acht Minuten seine Tigers mit elf Punkten und fünf Rebounds fast alleine im Spiel hielt, beklagte fehlendes Feuer: „So kannst du nicht spielen, gegen Göttingen war die Energie noch da“, sagt der 19-Jährige – ohne genau erklären zu können, warum heuer der Energiefluss unterbrochen war. Doch Agva, Eigengewächs aus dem Tübinger Talentschuppen, blickt optimistisch nach vorne: „Eine Basketballsaison ist kein Sprint, sondern ein Marathon.“ Und der Tigers-Center hat noch ein Bonmot parat, mahnt mehr Teamspirit an: „Wir müssen als Mannschaft gut funktionieren. Basketball ist ja nicht Tennis.“ Vladimir Mihailovic hat sich vor allem über die klägliche Defensivleistung geärgert. „Gegen so ein schnelles und intelligent spielendes Team wie die Eisbären hast du ohne funktionierende Defense keine Chance.“

Weiter das Ohr am Team

Schon in Göttingen saß Thomas Unger neben der Spielerbank, klatschte mit den Spielern ab, war auch zur Gardinenpredikt in der Pause in der Tigers-Kabine. Im Prinzip wie in der vergangenen Saison, als sich der einstige SV 03-Bundesligaspieler als Mental-Coach bewährte. Doch seither hat sich, unübersehbar, vieles geändert. Der Basketball-Abteilungsleiter des SV 03, nicht nur in dieser Funktion dem Tübinger Basketball verbunden, sitzt nach einem schweren Radunfall im Rollstuhl, muss sich an ganz neue Lebensumstände gewöhnen. Die Liebe zum Basketball ist indes ungebrochen, sein aufmunternder Zuspruch unersetzlich. Er habe keine fest definierte Rolle im Team, sagt Unger: „Ich bin dabei, unterhalte mich oft mit dem Trainer und halte den Kontakt zu den Spielern.“ Das Spiel, bilanziert Unger, hätten seine Tigers in der ersten Hälfte verloren: „Nach der Pause war das Spiel okay. Aber nach einem 22-Punkte-Rückstand zurückzukommen, ist natürlich vom Kopf her ganz schwer.“

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12.10.2015, 12:00 Uhr
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