Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kredite

Griechenland wartet auf die Quadriga

Athen ist mit den Reformen im Verzug. Ab dieser Woche überprüfen die Geldgeber, ob die bisherigen Schritte für den nächsten Kredit ausreichen.

08.03.2016
  • GERD HÖHLER

Nach vierwöchiger Pause werden die Vertreter der Geldgeber Griechenlands diese Woche in Athen zurückerwartet. Sie müssen die Reform- und Sparfortschritte prüfen, bevor weitere Kreditraten für das Krisenland genehmigt werden können. Die griechische Regierung hofft auf einen schnellen Abschluss. Denn in Athen wird das Geld knapp.

Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos drängt zur Eile: "Es ist unser Ziel, die Verhandlungen so schnell wie möglich abzuschließen", so Tsakalotos, "wir haben nicht endlos Zeit!" Eigentlich sollte die Überprüfung des ersten Maßnahmenbündels des neuen Rettungspakets bereits im vergangenen Oktober abgeschlossen sein. Aber Griechenland ist mit den Reformschritten im Rückstand.

Die Hängepartie erinnert an das erste Halbjahr 2015, als der neu gewählte Premier Alexis Tsipras über Monate mit den Geldgebern pokerte, sein Land damit an den Abgrund des Staatsbankrotts führte - und schließlich vor den Forderungen der EU-Kreditgeber kapitulieren musste. Tsipras konnte sein Wahlversprechen, die verhasste Troika aus Athen zu vertreiben, nicht erfüllen. Inzwischen treten die Prüfer sogar zu viert an, als Quadriga, verstärkt um einen Vertreter des Euro-Stabilitätsfonds ESM.

Nicht weniger als 201 Maßnahmen muss Athen im Rahmen des Programms schrittweise bis Mitte 2018 umsetzen. Das meiste davon ist noch unerledigt. Bei der neuen Prüfung hakt es vor allem bei fünf Themen: der mittelfristigen Finanzplanung bis 2018, der Rentenreform, dem neuen Steuergesetz, dem Regelwerk für die Bankenkonsolidierung und dem Aufbau eines Treuhandfonds für Privatisierungen. Das heißeste Eisen aus Sicht der Regierung ist die Sanierung der Rentenkassen. Sie erfordert unpopuläre Einschnitte bei den Pensionsleistungen und höhere Beiträge.

Anders als vor einem Jahr gehen die Verzögerungen bei der Prüfung diesmal aber nicht nur auf das Konto der Griechen. Auch die Vertreter der vier Institutionen - EU-Kommission, Europäische Zentralbank, Internationaler Währungsfonds (IWF) und ESM - sind sich untereinander uneins. Während die EU Griechenland entgegenkommen will, auch mit Blick auf die Probleme des Landes bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise, fordert der IWF härtere Sparmaßnahmen.

Athen muss in diesem Jahr 12,52 Milliarden Euro für den Schuldendienst aufbringen. Im März werden 1,63 Milliarden fällig, im Juli weitere 3,7 Milliarden. Ohne den nächsten Kredit - es geht um 5,7 Milliarden Euro - ist das nicht zu schaffen.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

08.03.2016, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular