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Goalgetter außer Dienst
Schwerer Stand: VfB-Torjäger Simon Terodde (links) im intensiv geführten Zweikampf mit Hannovers Abwehrspieler Salif Sané die Partie endete 1:1. Foto: Getty
VfB Stuttgart

Goalgetter außer Dienst

Simon Terodde war in der vergangenen Saison der gefeierte Aufstiegsheld. In der Bundesliga läuft es für den Stürmer dagegen bisher überhaupt nicht. Der Frust wächst.

27.11.2017
  • DPA

Nicht einmal das Verletzungspech der Kollegen hilft Simon Terodde weiter. Beim Angreifer des VfB Stuttgart muss die Enttäuschung riesig sein, denn wieder einmal hatte er beim 1:1 in Hannover größtenteils nur auf der Bank gesessen – obwohl mit Daniel Ginczek, Chadrac Akolo und Anastasios Donis derzeit drei Stürmer verletzungsbedingt fehlen. Doch mit der Ligazugehörigkeit des Aufsteigers scheint sich auch die Rolle des einst gefeierten Terodde geändert zu haben: vom umjubelten Torjäger zum frustrierten Bankdrücker.

Nach dem Punktgewinn in Hannover war der 29-Jährige kommentarlos zum Mannschaftsbus der Schwaben geschlichen. Lediglich eine gute Viertelstunde hatte ihm Trainer Hannes Wolf Terodde in Niedersachsen gegönnt. Torgefahr strahlte der enttäuschte Stürmer aber auch in dieser Phase nicht aus. „Er hat diese Entscheidung akzeptiert“, sagte Wolf, gab aber auch zu: „Simons große Fähigkeiten als Teamplayer werden derzeit schon arg strapaziert.“ Terodde schweigt bisher zu dem Thema. Wie es in ihm aussieht, lässt sich aber auch ohne Worte erahnen.

Technische Mängel

Kritiker hatten schon nach dem Aufstieg des VfB gezweifelt, ob der dreifache Torschützenkönig der 2. Liga auch für das Oberhaus die nötige Qualität mitbringt. Widerlegen konnte Terodde sie bisher nicht. Stattdessen wurden die Defizite seines Spiels deutlich. Seine Abschlussqualitäten dürfte Terodde zwar nicht verlernt haben, wie kaum ein anderer Stürmer lebt er aber von den genauen Zuspielen seiner Kollegen. Da der VfB die Partien anders als in der 2. Liga aber in der Regel nicht dominiert, nehmen die Zuspiele ab. Aber auch als Anspielstation überzeugte Terodde wegen seiner technischen Mängel bisher nicht.

Zumindest sein Trainer macht ihm jetzt ein wenig Hoffnung. „Alles kann sich schnell wieder ändern“, sagt Wolf. Schon am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bietet sich Terodde im nächsten Auswärtsspiel bei Werder Bremen die nächste Chance auf einen Startelfeinsatz. Zumindest in Hannover aber bevorzugte Wolf mit Josip Brekalo und Torschütze Takuma Asano (24. Minute) kleinere, schnellere und wendigere Angreifer. Vor allem Asano zeigte nicht nur wegen seines Treffers eine gute Leistung. Für den VfB wäre aber dennoch mehr als der erste Auswärtspunkt der Saison drin gewesen.

Doch trotz des verschenkten Siegs blieb zumindest Wolf demütig. „Wir wissen, wo wir herkommen. Wir bleiben bescheiden und werden weiter hart arbeiten, um den VfB in der Liga zu etablieren“, sagte er. Ob Terodde auch über den Winter hinaus ein Teil dieses Projekts bleibt, wird abzuwarten sein. Präsident Wolfgang Dietrich hatte schon vor einiger Zeit angedeutet, in der Winterpause einen neuen Torjäger holen zu wollen. Auch hier dürfte klar sein, was Terodde darüber denkt. dpa

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27.11.2017, 06:00 Uhr
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