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Stuttgart

Glyphosat-Entscheidung: Freude bei Agrarminister und Bauern

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die weitere Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat kritisiert - Agrarminister Peter Hauk findet die Verlängerung im Prinzip gut.

28.11.2017
  • dpa/lsw

Stuttgart. Die Entscheidung aus Brüssel, Glyphosat für weitere fünf Jahre in der EU zu erlauben, hat in Stuttgart ein unterschiedliches Echo ausgelöst. Einig sind sich Grüne und CDU aber darin, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Gärten und auf Feldern reduziert werden soll. Um dafür Anreize zu schaffen, gibt es auch ein Landesprogramm. Glyphosat steht bei Kritikern im Verdacht, krebserregend zu sein.

Hauk sagte am Dienstag in Stuttgart, für bestimmte Bereiche sei Glyphosat nahezu alternativlos. Dazu zähle die sogenannte Unterstockbehandlung von Reben und von Obstbäumen. Er appellierte an Landwirte, das Mittel nur anzuwenden, wenn es unbedingt nötig sei. Besitzer von Hausgärten sollten ganz darauf verzichten. Es gebe ein Anreizprogramm für Landwirte, um den Einsatz solcher Mittel einzudämmen. Hauk: «Das wird auch gut angenommen. Wir sind am Überlegen, ob wir das ausweiten.» Der Grünen-Landeschefin Sandra Detzer ist das zu wenig. Hauk solle schleunigst ein Bündnis glyphosatfreier Regionen auf den Weg bringen. «Wir brauchen jetzt ein Signal für den Einstieg in den Ausstieg aus den Ackergiften.»

Eine Sprecherin von Hauk sagte, Baden-Württemberg gehöre zu den Ländern mit eher weniger Glyphosateinsatz. Das Mittel werde vor allem in Nord- und Ostdeutschland angewandt, da es dort größere Flächen gebe. Nach Angaben des Bauernverbandes hat Glyphosat im Südwesten vor allem für Landwirte in solchen Regionen eine wichtige Bedeutung, wo eine hohe Erosionsgefahr besteht. Werde der Boden durch Wind oder Niederschlag leicht weggeschwemmt, sei eine intensive Bearbeitung des Bodens schwierig und der Einsatz von Glyphosat zur Vermeidung von Unkraut praktisch unverzichtbar. Der Verband hätte sich nach Angaben eines Sprechers eine Zulassung über einen noch längeren Zeitraum gewünscht. Ministerpräsident Kretschmann hält hingegen den jetzt in Brüssel beschlossenen Zeitraum von fünf Jahren schon für sehr lang.

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28.11.2017, 14:42 Uhr | geändert: 28.11.2017, 18:00 Uhr
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