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Gisdol muss gegen den VfB punkten
Seit September 2016 Trainer des HSV: Markus Gisdol. Foto: dpa
Hamburger SV

Gisdol muss gegen den VfB punkten

Der in Geislingen aufgewachsene Trainer steht nach neun Spielen ohne Sieg unter Druck.

04.11.2017
  • DPA

Hamburg. Trainer Markus Gisdol geht trotz der langen Sieglosserie des Hamburger SV mit Rückendeckung in das Heimduell mit dem Aufsteiger VfB Stuttgart. „Kontinuität ist eines der wesentlichen Merkmale, die dem HSV gut zu Gesicht stehen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. Vor der Partie in der Fußball-Bundesliga heute (15.30 Uhr/Sky) bleibt er standhaft. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren 14 Trainer nicht das Vertragsende erleben lassen. Und wir haben Markus Gisdol als Trainer ausgewählt unter Kriterien, die auch heute noch gelten“.

Zwar seien alle im Verein angesichts des 16. Tabellenplatzes und von nur sieben Punkten sehr angespannt und man müsse besser werden. Den Gesetzen des Marktes will sich Bruchhagen aber nicht so schnell beugen, auch wenn der letzte HSV-Sieg schon neun Spieltage zurück liegt. Der 69-Jährige verweist darauf, dass er in der Saison 2010/11 bei Eintracht Frankfurt den Trainer wechselte. Michael Skibbe ging, Christoph Daum kam. „Da sind wir abgestiegen“, sagt er denen, die Gisdol nach nur einem Jahr vom Hof scheuchen wollen.

Auch Gisdol wirkt angespannt und ernst. Er versucht die Diskussion um seinen Job auszublenden, konzentriert sich auf die tägliche Arbeit, versucht in Lösungen statt Problemen zu denken. Der Trainerstab sei enger zusammengerückt, berichtet er. „Ich spüre eine gute Ruhe in unserem Klub. Das alles ist eine gute Basis, um sich aus der Situation zu befreien und wieder in bessere Tabellenregionen vorzustoßen.“

Öffentliche Strafaktionen wie die Suspendierung von Johan Djourou in der Vorsaison sind zurzeit nicht angesagt. Gisdol kritisiert nicht einzelne Profis. Er weiß, der Kader ist dünn, und er braucht die derzeit enttäuschenden Bobby Wood, Lewis Holtby und Aaron Hunt noch. „Wir arbeiten nach dem Leistungsprinzip. Ich sehe aber auch, dass alle Spieler hart daran arbeiten, aus ihren Tiefs rauszukommen“, betont der 48-Jährige. „Unsere Mannschaft funktioniert. Sie hat verstanden, dass wir noch eine Schippe drauf legen müssen.“

Junger Hoffnungsträger

Fiete Arp ist ein Lichtblick inmitten der Tristesse. In der Bundesliga gelang dem Junior beim 1:2 gegen Hertha BSC sein erster Treffer, vor allem seine Bilanz in den Junioren-Nationalmannschaften des DFB lässt die Fans hoffen. Gisdol warnt aber auch vor einer Überforderung des Nachwuchses: „Die Jungen sollen spielen, aber unter dem Radar der Etablierten.“ So wie 2013, als er in ähnlich schwieriger Lage in Hoffenheim den jungen Niklas Süle brachte. Er spielt inzwischen bei Bayern München.

Gisdol könnte gegen den VfB auf ein Youngster-Duo setzen: der 17-jährige Arp im Sturm zusammen mit dem 20-jährigen Flügelspieler Tatsuya Ito. Womöglich gelingt dem in Geislingen geborenen Coach mit den beiden Top-Talenten in der Startelf ein Erfolg ausgerechnet gegen den Verein, in dessen Nähe er aufwuchs und bei dem er zwei Jahre als Jugendtrainer wirkte. dpa

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04.11.2017, 06:00 Uhr
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