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Durchbruch im Kita-Streit

Gewerkschaften und Arbeitgeber einigen sich - Urabstimmung steht an

Eltern von Kita- und Hortkindern in städtischen Einrichtungen können aufatmen: Weitere Streiks bleiben ihnen voraussichtlich erspart.

01.10.2015
  • EPD

Hannover Im Tarifstreit um die kommunalen Kindertagesstätten haben Gewerkschaften und Arbeitgeber einen Durchbruch erzielt. Nach dreitägigen Verhandlungen hätten sich beide Seiten auf Nachbesserungen zum Schlichterspruch für den Sozial- und Erziehungsdienst verständigt, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske in Hannover. Die Bundestarifkommission von Verdi hatte im August überraschend den zuvor erzielten Schlichterspruch abgelehnt.

Die damalige Empfehlung hatte Lohnerhöhungen zwischen zwei und 4,5 Prozent vorgesehen. "Das neue Ergebnis sieht eine Verbesserung für das Gros der Beschäftigten vor", sagte Bsirske. Über alle Berufsgruppen hinweg ergibt sich nach Angaben von Verdi eine Steigerung von 3,73 Prozent. Die Arbeitgeber erklärten, die neue Einigung sei um neun Millionen Euro teurer als das Schlichtungsergebnis vom August.

Sollte die Gewerkschaftsbasis das Ergebnis annehmen, wären weitere Streiks abgewendet. Die Einigung betrifft rund 240 000 Erzieher, Kinderpfleger, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen. Bei Erziehern sollen nach der neuen Einigung die Gehälter um vier bis 4,5 Prozent steigen. Für Vollzeitkräfte wäre das ein Plus von 93 bis 138 Euro monatlich. Nach Angaben von Verdi steigen die Löhne um 3,73 Prozent, die kommunalen Arbeitgeber hingegen sprechen von einem durchschnittlichen Anstieg von 3,3 Prozent.

Vor allem junge Erzieherinnen und Erzieher profitierten von den aktuellen Ergebnissen, sagte Andreas Gehrke von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. "Uns war es wichtig, das vorhandene Geld gleichmäßiger zu verteilen, das ist gelungen."

Der Präsident der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände, Thomas Böhle, bezifferte die Belastung der kommunalen Haushalte mit 315 Millionen Euro - neun Millionen mehr als noch im Schlichterspruch. "Das Ergebnis markiert die Grenze der Belastbarkeit, aber es ist vertretbar." Er hoffe, dass die Verhandlungsergebnisse nun auch auf Akzeptanz bei der Gewerkschaftsbasis stießen. "Wir sind unterschriftsreif." An diesem Freitag werden Streik-Delegierte und die ver.di-Bundestarifkommission in Fulda über das Ergebnis beraten und abstimmen, kündigte Bsirske an. Dann könnte eine Urabstimmung folgen.

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01.10.2015, 12:00 Uhr
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