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Bundeskriminalamt warnt vor Einzeltätern - Anschläge in Bamberg vereitelt

Gewalt von rechts nimmt zu

Zunehmende Gewalt gegen Asylbewerber alarmiert die Behörden: 576 Angriffe auf Unterkünfte gab es bisher 2015 - fast dreimal so viele wie im Vorjahr.

23.10.2015
  • DPA

Wiesbaden Das Bundeskriminalamt warnt vor weiteren schweren Gewalttaten fremdenfeindlicher Rechtsextremisten gegen Asylbewerber, Flüchtlingshelfer und auch Politiker. Ein BKA-Sprecher sprach von einem "wirklich ernstzunehmenden Problem". Im laufenden Jahr habe es bereits 576 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte gegeben - nach lediglich 198 im gesamten vergangenen Jahr. Justizminister Heiko Maas (SPD) erklärte, die "abscheuliche Bilanz" beschäme ganz Deutschland.

Zunächst hatten die "Süddeutsche Zeitung" sowie der NDR und der WDR über die Lagebewertung berichtet, die einige Tage vor dem Anschlag auf die inzwischen gewählte Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker entstand. Demnach befürchtet die Wiesbadener Behörde, dass auch Betreiber von Unterkünften, Politiker sowie Personen, die äußerlich für Asylbewerber gehalten würden, ins Zielspektrum fremdenfeindlicher Täter geraten könnten.

Zukünftig möglich seien zudem neue Protestformen wie etwa Blockaden von Bahnstrecken oder Autobahnen, um die Ankunft neuer Flüchtlinge zu verhindern. Die Polizei müsse sich dieser Gefahr bewusst sein, sagte Koths.

Den Berichten zufolge ist laut BKA davon auszugehen, dass die rechte Szene ihre "Agitation" weiter verschärft. Das ansonsten sehr heterogene Spektrum finde hier einen "ideologischen Konsens". Neben Brandstiftung griffen die meist männlichen Täter zu Waffen wie Zwillen mit Stahlkugeln und Holzknüppeln sowie Buttersäure. Sie handelten oft in Gruppen und kämen aus der Nachbarschaft.

In Bamberg zerschlug die Polizei am Mittwoch eine rechtsextreme Gruppierung, die offenbar Anschläge auf Asylbewerberheime plante. Die Beschuldigten hätten unter anderem Sprengsätze in zwei Bamberger Unterkünfte für Flüchtlinge werfen wollen, sagte Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager gestern. Für die geplanten Taten hätten mehrere der 13 Beschuldigten kiloweise pyrotechnisches Material aus Osteuropa bestellt - darunter sogenannte Kugelbomben aus Polen. Diese besäßen eine hohe Sprengkraft und seien "höchst gefährliche Explosionsmittel", die Menschen schwer verletzen oder sogar töten könnten. Drei der elf Verdächtigen wurden verhaftet, gegen weitere Beteiligte Haftbefehle beantragt.

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23.10.2015, 12:00 Uhr
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