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Flugbegleiter drohen mit Streiks

Gespräche zwischen Lufthansa und Gewerkschaft Ufo vorerst gescheitert

Der Lufthansa drohen neue Streiks. Dieses Mal geht es um die Flugbegleiter. Deren Gewerkschaft will sich mit den Piloten und Verdi abstimmen, dann könnte es zu einem großen Ausstand kommen.

21.10.2015
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt Bei der Lufthansa drohen ab 1. November wieder Streiks, möglicherweise sogar noch umfangreichere als bei den 13 Ausständen der Piloten seit April vergangenen Jahres. Die Tarifverhandlungen zwischen der Lufthansa und der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo sind am Montagabend faktisch gescheitert. Eine neue Offerte der Airline über die Altersversorgung und die Vergütung bezeichnete Ufo als Provokation. "Das Angebot bleibt sogar hinter der letzten Offerte zurück, Lufthansa hat eine riesige Chance vertan", sagte Ufo-Vorsitzender Nicoley Baublies gestern. "Das wahrscheinlichste Szenario sind jetzt Streiks."

Ufo will sich mit der Pilotenvereinigung Cockpit (VC), die 5400 Piloten vertritt, und der für 33 000 Lufthansa-Mitarbeiter zuständigen Dienstleistungsgewerkschaft Verdi abstimmen. Die Lufthansa nannte ihre Vorschläge als Angebot für "Top-Versorgung" und "Top-Vergütung" auch in Zukunft. Man sei Ufo entgegen gekommen.

Davon kann nach Angaben von Baublies keine Rede sein. Man sei ganz weit auseinander, bereite sich auf Streiks vor. Lufthansa hatte am Montag angeboten, dass sich die betriebliche Altersversorgung für den Flugbegleiter deutlich verbessere, der länger arbeite. Durch eine zudem nicht in Anspruch genommene Übergangsversorgung könne so eine Rente von 100 Prozent des letzten Grundgehaltes erreicht werden. Dem Angebot zufolge könnten Flugbegleiter ab 55 ausscheiden. Zusammen mit anderen Angeboten biete die Lufthansa damit weiter "das beste Versorgungssystem der gesamten Airline-Branche". Bei der Vergütung schlägt sie für 2015 eine Einmalzahlung von 2000 EUR für die rund 19 000 Mitarbeiter in der Kabine vor, 2016 und 2017 sollen die Gehälter jeweils um 1,7 Prozent steigen, aber nur für die, die vor dem 1. Januar 2013 eingestellt wurden.

All dies sind für Ufo keine akzeptablen Angebote. Die Gewerkschaft hatte Einsparmaßnahmen in dreistelliger Millionenhöhe angeboten, im Gegenzug Jobgarantien und ein Wachstumsprogramm verlangt. Außerdem pochte sie auf Mindeststandards für den neuen Lufthansa-Billigableger Eurowings. Lufthansa sei aber, so Baublies, nicht darauf eingegangen. Jetzt beklagt er, dass dort die künftigen Flugbegleiter schlecht bezahlt werden sollen. Und dies obwohl sich Ufo bei den Gesprächen offen gezeigt und den Aufbau von Eurowings nicht abgelehnt habe.

Gespräche zwischen Lufthansa und Gewerkschaft Ufo vorerst gescheitert
Die Gewerkschaft der Flugbegleiter droht nach gescheiterten Verhandlungen mit der Lufthansa mit Streiks. Foto: dpa

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21.10.2015, 12:00 Uhr
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