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Kommentar Gerechtigkeit und Wahlkampf

Gespaltene Wahrnehmung

Während sich Angela Merkel im Glanz sinkender Arbeitslosenzahlen und satter Haushaltsüberschüsse sonnt, beharrt Martin Schulz darauf, dass es in Deutschland ein Gerechtigkeitsdefizit gibt. Was stimmt denn nun?

19.09.2017
  • GUNTHER HARTWIG

Hat die CDU-Kanzlerin Recht, wenn sie behauptet, den Bürgern der Bundesrepublik gehe es so gut wie seit Jahrzehnten nicht, oder doch ihr SPD-Herausforderer, der sich zum Anwalt der Menschen aufschwingt, die Sorge vor dem sozialen Abstieg haben oder sich sogar schon abgehängt fühlen?

Es gibt Argumente für beide Sichtweisen. Und dennoch werden auch Profiteure des anhaltenden Wirtschaftsaufschwungs nicht leugnen wollen, dass sich Einkommen und Vermögen seit Jahren ungleich entwickeln, dass Bildungschancen nicht fair verteilt sind und dass darunter auch die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben leidet. Das Unbehagen an dieser sozialen Schieflage beschleicht nicht nur Betroffene aus der Unterschicht.

Deshalb ist es verdienstvoll, wenn sich Ökonomen daran machen, Rezepte gegen die wachsende Ungerechtigkeit zu präsentieren. Nein, nicht jede Ungleichheit ist das Ergebnis mangelnder Fairness. Aber ein zu großes Maß an ungleicher Verteilung von Ressourcen und Chancen ist für jede Gesellschaft ein Problem und am Ende auch eine Gefahr für die Demokratie.

Der Wahlkampf sollte also um das Thema Gerechtigkeit keinen Bogen machen, sondern es muss offen und kontrovers über Wege aus der drohenden Spaltung der Gesellschaft diskutiert werden. Auch darüber wird schließlich am 24. September entschieden.

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19.09.2017, 06:00 Uhr
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