Stuttgart

Gericht lehnt Eilantrag wegen Weinzelt ab

Die Württemberg-Haus GmbH hatte nach der Premiere im Vorjahr für das diesjährige Volksfest eine Absage erhalten und dagegen vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Das Gericht lehnte jetzt den Eilantrag auf vorläufige Zulassung ab.

23.08.2013

Von EDE

Stuttgart Die Ablehnung des Veranstalters sei nicht zu beanstanden.

Die Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart hatte nach Rücksprache mit der Stadt Stuttgart die Zulassung des Weinzeltes mit der Begründung abgelehnt, die Bewerbung entspreche nicht dem für die Branche "Weinzelte" prägenden Wesensmerkmal eines hochwertigen Niveaus in den Bereichen kulinarisches Angebot und Event- und Musikprogramm. Das Württemberg-Haus habe sich im Niveau dem eines Bierzeltes angenähert und erfülle daher nicht mehr die Ansprüche eines Weinzeltes. Das Gericht gab dem Recht, zumal der Stadt hierbei ein weiter Ermessensspielraum zusteht. Die Speisekarte sei gegenüber 2012 deutlich verändert: Forellenfilet, Gaisburger Marsch, Lachsschnitte, Filderkrautrouladen, Kalbsgulasch und eine Ente seien von der Karte verschwunden, stattdessen tauchen Scharfe Württembergsuppe, Haxen, Kutteln, halbe Hähnchen, Semmelknödel und eine "Württemberg-Pfanne" auf. Das vorgelegte "VIP-Menü" enthalte ebenfalls keine Speisen für gehobene Ansprüche.

Auch die Weinauswahl habe sich deutlich verschlechtert: Die Weinkarte 2012 enthielt 37 Flaschenweine von acht renommierten Erzeugern aus, die vorgelegte Getränkekarte nur noch sechs verschiedene Flaschenweine zweier Erzeuger. Es spreche aus Sicht der Kammer auch nichts dagegen, wenn die Stadt das Musikprogramm 2013 als dem üblichen, für Bierzelte prägenden Programm entsprechend beurteile. Die Württemberg-Haus GmbH kann gegen diesen Beschluss Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim einreichen.

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Erstellt:
23. August 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
23. August 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. August 2013, 12:00 Uhr

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