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Der Abenteuer-Papa

Georg Grozer meistert Familie, Nationalteam und Verpflichtungen im Verein

Georg Grozer ist in den letzten Jahren in der Nationalmannschaft zu einem absoluten Führungsspieler gereift. Nach den Europameisterschaften beginnt für den Familienvater ein neues Abenteuer: Südkorea.

15.10.2015
  • SID

Sofia Die beiden Töchter sind bei der EM in Sofia überall dabei: in der Mixed Zone, auf den Zuschauerrängen, im Teambus, im Hotel. "Ich möchte einfach so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie verbringen", sagt Georg Grozer. Der Diagonalangreifer spielt seit drei Jahren beim russischen Volleyball-Klub Lokomotiw Belgorod - da bleibt nicht viel Zeit für den Nachwuchs.

Eigentlich hat der wegen seiner Schlagkraft gefürchtete Zwei-Meter-Mann noch zwei Jahre Vertrag im fernen Russland - doch nun lieh der Verein Grozer nach Südkorea aus. Das neue Abenteuer bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Familie. Aus drei Stunden Zeitverschiebung werden sieben, das erschwert die Kommunikation deutlich. Leana (7) und Loreen (5) sind Papas größte Fans, als Glücksbringer sollen sie auch bei der EM in Bulgarien und Italien fungieren. Schon bei der WM 2014 in Polen, als "Hammer-Schorsch" mit der Nationalmannschaft die Bronzemedaille gewann, waren die beiden stets dabei.

Während der Spiele sind die "Deutschland, Deutschland"-Rufe der Grozer-Familie manchmal deutlich zu hören, die Unterstützung seiner Lieben ist für den 30-Jährigen äußerst wichtig. Sieben Monate dauert die Liga-Saison, in der Zeit sehen die Mädchen ihren Vater kaum.

Mittlerweile ist es Usus, dass Grozer im Sommer erst später zur Nationalmannschaft stößt, um mehr Zeit für die Familie zu haben.

Unter Bundestrainer Vital Heynen ist Grozer zu einem absoluten Führungsspieler gereift. War der gebürtige Ungar früher auch mal als Heißsporn bekannt, wirkt er heute souverän und abgeklärt. Ruhig und gelassen stellt er sich auch kritischen Fragen - gerade dann, wenn sich seine Teamkollegen wie nach dem zweiten Gruppenspiel gegen die Niederlande (2:3) lieber einen Maulkorb verpassen.

Grozer genießt die Arbeit mit Heynen. "Er ist einer der weltbesten Trainer mittlerweile. Wenn wir auch nicht immer die gleiche Meinung haben, haben wir immer eine Lösung gefunden. Ich vertraue ihm hundertprozentig", sagt der 144-malige Nationalspieler. Grozer ist in Ungarn geboren, doch wie schon sein Vater Georg senior spielt auch er für die deutsche Nationalmannschaft und besitzt seit 2006 den dafür nötigen Pass. Seine Frau Violetta lebt mit den beiden Töchtern am Niederrhein in Moers, wo Grozers Bundesliga-Karriere einst begann.

Für seinen Sport gibt der 30-Jährige viel auf, doch nach den Olympischen Spielen in Rio soll Schluss sein mit dem Nationalteam. Dann steht die Familie im Vordergrund - zumindest den ganzen Sommer lang. Zunächst aber hat sich Grozer vorgenommen, in Sofia die erste deutsche EM-Medaille zu holen. Der Angreifer kann Aufschläge mit knapp 130 km/h über das Netz jagen und so hart schlagen wie kaum ein Zweiter - diese "Naturgewalt" wollen auch die Töchter von der Tribüne aus möglichst oft sehen.

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15.10.2015, 12:00 Uhr
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