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Ceta

Gemeinsame Standards

Freihandelsabkommen sind in gut organisierten Protestkampagnen geradezu zum Gottseibeiuns der Demokratie und aller möglicher schutzwürdiger Rechte erklärt worden. Seitdem US-Präsident Donald Trump solchen Abkommen ebenfalls den Kampf angesagt hat, ist der Proteststurm abgeebt. Mit Trumps nationalegoistischen Motiven will man sich offenbar nicht gern in bester Gesellschaft zeigen.

21.09.2017
  • HELMUT SCHNEIDER

Ulm. Jetzt tritt das Abkommen Ceta zwischen der EU und Kanada in Kraft. Allerdings muss es noch von 38 nationalen und regionalen Parlamenten nachträglich abgesegnet werden. Ob das angesichts dieses riesigen Vertragswerkes und angesichts der nationalen Egoismen, die es auch in Europa gibt, geschehen wird, ist nicht sicher.

Wie TTIP ist auch Ceta der löbliche und wichtige Versuch, die bürokratischen, technischen und juristischen Standards in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum zu harmonisieren. Dazu gehört auch der Abbau von Zöllen, langwierigen Zollverfahren und doppelten Prüfungen. Sie kosten viel Zeit und viel Geld.

Freihandelsabkommen sind seit jeher wesentliche Treiber des internationalen Austausches. Sie steigern im Ganzen Wachstum und Wohlstand. Unter Ökonomen ist das weitgehend unbestritten. Dass die Politik bei Ceta diese Auffassung teilt, ist erfreulich. Vielleicht schließen sich die Kritiker irgendwann auch noch an.

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21.09.2017, 06:00 Uhr
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