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STUTTGART

Geldwäsche für die Mafia?

Drei Männer und eine Frau müssen sich wegen Geldwäsche im großen Stil für eine russische Mafia-Organisation vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten.

24.10.2007
  • LSW

Die Männer sind laut Staatsanwaltschaft hochrangige Mitglieder der Anfang der 1990er Jahre in Russland gegründeten Mafia-Organisation "Ismajlovskaja ". Diese soll durch Auftragsmorde und Schutzgelderpressung ein kriminelles Vermögen von mehreren 100 Millionen Euro gesammelt haben. Die Anklage lautet auf gewerbsmäßige Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

Der 41 Jahre alte Hauptangeklagte soll seit dem Jahr 2000 acht Millionen Euro aus organisierter Kriminalität nach Deutschland geschafft und in Immobilien angelegt haben. Die beiden mitangeklagten Männer im Alter von 47 und 60 Jahren sollen der Staatsanwaltschaft zufolge bei einem Unternehmen gearbeitet haben, das für die illegalen Geschäfte gegründet worden sei. Die 39 Jahre alte Frau soll eine Scheinehe mit dem 41-Jährigen eingegangen sein und dafür rund 150 000 Euro erhalten haben.

Der Verteidiger des Hauptangeklagten sagte, die Staatsanwaltschaft könne "keine konkrete Straftat beweisen " und berufe sich daher auf die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Dies sei in Deutschland jedoch erst seit 2002 strafbar. Die angeblichen Straftaten seien Anfang der 1990er Jahre verübt worden und daher verjährt. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Angeklagten mildere Haftstrafe angeboten für den Fall, dass sie ein umfassendes Geständnis ablegten. Sie lehnten das jedoch ab.

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24.10.2007, 12:00 Uhr
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