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Geld alleine reicht nicht

Kommentar zur Förderung der Gaming-Branche

Die Politik sollte die Gaming-Branche nicht nur fördern. Sondern auch erster nehmen, meint Autor Christian Kern.

16.11.2019

Von Christian Kern

Berlin. Eigentlich könnten sich die Zocker freuen: Der Staat spendiert der Gaming-Industrie Geld. Sogar verhältnismäßig viel. Doch die Entscheidung hat einen faden Beigeschmack: Wie kann es sein, dass die Bundesregierung erst großspurige Versprechungen macht – und die Förderung dann beinahe wieder streicht? Allein das zeigt: Die deutsche Politik belächelt die Videospiel-Branche immer noch und sorgt dafür, dass Deutschland im internationalen Vergleich den Anschluss verliert.

Das beweisen die nüchternen Zahlen. Deutsche Spielehersteller stecken in der Krise: immer weniger Mitarbeiter, immer geringere Marktanteile. 2018 machten heimische Produkte nur 4,3 Prozent des Gesamtumsatzes in der Bundesrepublik aus. Dabei sind die Zeiten längst vorbei, in denen Videospiele nur etwas für Nerds waren. Die Branche zählt zu den gesündesten überhaupt. Der Jahresumsatz in Deutschland: 3,15 Mrd. EUR.

Andere Länder haben das Potenzial längst erkannt und entsprechend reagiert. In Deutschland gab es erst dieses Jahr die ersten Millionen. Doch Geld alleine reicht nicht. Die Politik muss eng mit der Industrie zusammenarbeiten. Dafür braucht es Politiker, die die Materie verstehen – und nicht nur Bundesmittel in die Branche pumpen.

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Erstellt:
16. November 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. November 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. November 2019, 06:00 Uhr

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