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Kommentar

Gelassenheit wäre besser

04.12.2015
  • ROLF OBERTREIS

Es war fast wie ein Wintergewitter, das gestern, von den Finanzmärkten gesteuert, über Mario Draghi aufzog. Der EZB-Präsident und der Rat der Notenbank hatten nicht ganz das getan, was Börsianer und Wertpapierhändler erwartet hatte. Draghi öffnete die Geldschleusen weit, aber nicht so weit wie erhofft. Die Enttäuschung an der Börse war groß. Der Italiener quittierte die Aufregung mit einem Lächeln. Zu Recht: Wer zuletzt an der Unabhängigkeit der EZB gezweifelt hatte, wurde jetzt eines Besseren belehrt. Nicht die Finanzmärkte haben den Notenbankern vorzuschreiben, was sie zu tun haben. Ebenso wenig wie Banken, Politiker, Volkswirte und Professoren.

Insofern ist die jüngste Entscheidung der EZB ein gutes Signal. Sie lässt sich nicht vor irgendwelche Karren spannen. Andererseits: Die Geldschleusen werden im Kampf für eine höhere Inflation und eine besser laufende Konjunktur noch weiter geöffnet, der Einlagezins für Banken noch weiter ins Negative gedrückt. Dabei räumt selbst Draghi ein, dass die Sondermaßnahmen allmählich Wirkung zeigen.

Warum also diese Hektik? Warum nicht noch abwarten? Zu Bundesbank-Zeiten wurde immer wieder eine Geldpolitik der ruhigen Hand hochgehalten. Das hat sich in den allermeisten Fällen als richtig erwiesen. Auch der heutige Bundesbank-Chef Jens Weidmann ist Anhänger einer solchen Geldpolitik. Bei Draghi und der Mehrheit im EZB-Rat findet er kein Gehör.

Die Gefahr von Überbewertungen und Blasen am Aktienmarkt steigt. Auch wenn Draghi betont, er sehe keine Nebenwirkungen. Nicht ein Lächeln, auch mehr Gelassenheit stünde dem Italiener gut zu Gesicht.

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04.12.2015, 08:30 Uhr
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