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Borussia Dortmund

Gegenwind für Tuchel

Die Arbeit des Trainers wird erstmals in seiner Amtszeit hinterfragt.

30.11.2016

Von DPA

Dortmund. Bei Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund herrscht derzeit angespannte Stimmung. Nach dem ungewohnt deutlichen und öffentlichen Vorwurf von Thomas Tuchel gegen seine Mannschaft im Anschluss an das 1:2 bei Eintracht Frankfurt steht nun der Trainer selbst im Gegenwind. Erstmals seit seinem Amtsantritt beim BVB im Sommer 2015 steht Tuchel in der Kritik.

Nicht nur sein „dramatischer Rundumschlag“ („Frankfurter Allgemeine“), sondern auch seine häufigen „Umbaumaßnahmen und Strategiewechsel“ („Kicker“) werden hinterfragt. Aber vor allem die „kalte und zornige“ („Süddeutsche Zeitung“) Reaktion von Tuchel auf die schwache Teamleistung in Frankfurt sorgt für kontroverse Diskussionen.

„Technisch, taktisch, mental und von der Bereitschaft her – unsere Leistung war ein einziges Defizit“, hatte der Coach nach der Niederlage geklagt. Wohlmeinende Kommentatoren verweisen auf das Recht eines Trainers, sich seine Profis in solchen Situationen zur Brust nehmen zu dürfen. Andere werfen Tuchel fehlende Selbstkritik vor, weil er die Schuld nur bei der Mannschaft suchte.

Klubobere schweigen

Ein weiteres Indiz für wachsende Spannungen innerhalb des Vereins könnte das Schweigen der Vereinsführung in den Tagen nach dem Eintracht-Spiel sein. Anscheinend sorgt Tuchels derzeitige Vorliebe für stete Systemwechsel auch intern für Irritationen. In den 20 Pflichtspielen der aktuellen Saison lief die Borussia in sechs unterschiedlichen taktischen Formationen auf. „Die ganze Saison verläuft in einem ständigen Auf und Ab – das ist unbefriedigend“, sagte Tuchel.

Dazu kommen noch neue unliebsame Schlagzeilen über einen Disco-Besuch von Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang in der Nacht der Wutrede von Thomas Tuchel. Diese tragen nicht zur Stimmungsaufhellung innerhalb des BVBs bei. Der Top-Torjäger war erst vor gut drei Wochen von Tuchel nach einer unerlaubten Mailand-Reise für ein Spiel suspendiert worden. dpa

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Erstellt:
30. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
30. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. November 2016, 06:00 Uhr

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