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Gegen Passfälscher und Identitätsdiebstahl: Großaktionen
Syrische Pässe liegen in einem Scanner unter UV-Licht, das Sicherheitsmerkmale erkennbar macht. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv dpa/lsw
Stuttgart

Gegen Passfälscher und Identitätsdiebstahl: Großaktionen

Gefälschte Führerscheine, Reisepässe oder Personalausweise - das Geschäft mit den Fälschungen boomt.

07.07.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. Das baden-württembergische Innenministerium plant in den nächsten Monaten weitere Großkontrollen, bei denen unter anderem ein Schwerpunkt auf die Überprüfung der Echtheit von Dokumenten liegt, wie ein Sprecher in Stuttgart mitteilte. Die Polizei habe die Kriminalität im öffentlichen Raum im Blick und dazu gehöre auch der Identitätsbetrug. Der Sprecher verwies auf eine Aktion Ende April unter anderem in Mannheim und auf einer Raststätte an der Autobahn 6 bei Hockenheim. Dabei wurden unter anderem 16 falsche Ausweise und sechs falsche Führerscheine sichergestellt.

Im Südwesten werden laut Mitteilung immer mehr falsche Ausweispapiere entdeckt. Die Tendenz sei auch im vergangenen Jahr steigend gewesen. Aktuelle Zahlen für 2017 lagen aber noch nicht vor. Im Jahr 2016 wurden 2250 Fälle gezählt, wie das Landeskriminalamt mitteilte. 2015 waren es noch 1800 Fälle, das Jahr zuvor 1600 Fälle. «Vor alllem EU-Pässe sind beliebt», sagte der LKA-Sachverständige Rolf Fauser, der mit seinen Kollegen täglich dutzende falsche Dokumente genauer unter die Lupe nimmt. Sie werden zumeist über das Internet verkauft. Ein nachgemachter Personalausweise sei ab 300 Euro zu bekommen und ein Pass koste bis zu 4000 Euro.

Zahlreiche falsche Ausweispapiere kämen aus Osteuropa, beispielsweise aus Bulgarien oder Rumänien, sagte der 58-Jährige. «Viele Fälschungen sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar.» Deshalb komme ein Spezialgerät zum Einsatz. Dieses durchleuchte mit Hilfe von UV-Licht das Dokument. Dadurch würden bestimmte Fasern sichtbar. Papierdokumente seien schwieriger zu fälschen. Sie enthalten neben einem Wasserzeichen gleichfalls Melierfasern, die unterschiedliche Eigenschaften und Farben aufwiesen. Leichter nachzumachen seien hingegen Plastikkarten.

Oftmals müssen die Experten auch Dokumente von Flüchtlingen überprüfen, darunter neben Pässen auch Geburts- oder Heiratsurkunden. Denn das «A und O» bei der Prüfung eines Asylantrags sei, die Identität der Migranten festzustellen.

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07.07.2018, 14:30 Uhr | geändert: 07.07.2018, 09:00 Uhr
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