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Genug gejammert

Gegen Georgien muss die Nationalelf mit einer besseren Einstellung ran

Die Nationalelf hat Irland auf die leichte Schulter genommen - und wurde dafür schwer bestraft. Morgen gegen Georgien (20.45 Uhr/RTL) muss das DFB-Team mit einer deutlich besseren Einstellung auftreten.

10.10.2015
  • GEROLD KNEHR

Dublin Selbstbewusstsein ist eine Tugend, die einem Fußball-Weltmeister durchaus zusteht. Doch mitunter ist der Schritt zwischen Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und Arroganz gegenüber Außenseitern recht klein. Das zeigte sich bei der 0:1-Niederlage der Nationalelf in Dublin gegen Gastgeber Irland, mit der die DFB-Auswahl die vorzeitige Qualifikation für das EM-Endrundenturnier 2016 in Frankreich verpasste. Nun muss Joachim Löws Auswahl morgen, Sonntag (20.45 Uhr/RTL) gegen Georgien im Kampf um das EM-Ticket nachsitzen (siehe Info).

Diese Aufgabe in Leipzig sollten Löw und seine Männer mit mehr Ernsthaftigkeit und Leidenschaft angehen, als sie das im Dubliner Aviva-Stadium getan haben. Dort musste man, nachdem Schiedsrichter Carlos Velasco Carbello um 22.40 Uhr das Spiel unter dem ohrenbetäubenden Jubel der begeisterten einheimischen Kulisse abgepfiffen hatte, fast den Eindruck bekommen, als hätten die um ihre EM-Teilnahme fightenden Gastgeber sich der Majestätsbeleidigung am amtierenden Weltmeister schuldig gemacht. "Dass wir hier ohne Tor wegfahren, ist eine Frechheit", behauptete Jérôme Boateng keck. Doch Hand aufs Herz: Natürlich war die DFB-Auswahl überlegen, doch so zwingend waren ihre Chancen nicht. Auch der Bundestrainer ("das war eine der unnötigsten Niederlagen der letzten Jahre") schloss sich der Fraktion der Jammerlappen an. "Wir wussten, dass die Iren mit neun oder zehn Mann hinten stehen würden und es mit langen Bällen probieren. 99 Mal haben wir es richtig gemacht, einmal nicht", beschrieb er das spielentscheidende Kontertor durch den eingewechselten Stürmer Shane Long. Aber: eine derartige Leidenschaft, wie sie der Torschütze bei seinem Lauf zum 1:0 zeigte, sah man bei Mats Hummels, Jonas Hector und Boateng, die in dieser Szene zu langsam reagierten, und bei ihren Mitspielern nicht.

An der fehlenden Chancenverwertung ("der letzte Pass kam nicht an", so Löw) oder an dem einen Abwehrfehler sollte man die Wertung dieses Spieles nicht festmachen. Entscheidender war die mangelhafte Einstellung der DFB-Auswahl. Sie war in das vorletzte Gruppenspiel ohne Tempo und ohne den nötigen Esprit gegangen. Die Ursache hierfür konnte auch in Löws Entscheidung begründet gewesen sein, die Mannschaft vor diesem Spiel nur einmal gemeinsam trainieren zu lassen - was offensichtlich ein fatales Zeichen war. "Nach der englischen Woche mit intensiven Spielen ist es normal, das Programm herunterzufahren. Im Training war einfach nicht mehr möglich", verteidigte Löw seine Maßnahme.

Irritiert waren manche Iren auch, dass im deutschen Umfeld vor dem Spiel weniger über die anstehende Partie in Dublin als bereits über die EM 2016 in Frankreich diskutiert worden war. Irlands Antwort folgte auf dem Platz.

Die deutsche Antwort muss in Leipzig gegen Georgien erfolgen. Löw strich dort gestern spontan den freien Abend. Alle Spieler mussten im Hotel bleiben. Morgen nicht mit von der Partie: Mario Götze, der in Dublin einen Muskelsehnenausriss erlitt. Die Hinrunde ist für den Münchner wohl beendet. Sehr fraglich ist in Leipzig das Mitwirken von Bastian Schweinsteiger, der weiter Leistenprobleme hat.

Gegen Georgien muss die Nationalelf mit einer besseren Einstellung ran
Ziemlich fassungslos kurz nach Schlusspfiff in Dublin: Verteidiger Jérôme Boateng mit Torhüter Manuel Neuer. Foto: dpa

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10.10.2015, 12:00 Uhr
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