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Kommentar zum Handelsstreit

Gefährlicher Kollisionskurs

07.04.2018

Von PETER DETHIER

Washington. Mit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Strafzölle gegen weitere 100 Milliarden Dollar an Einfuhren aus China verhängen zu wollen, droht der Konflikt zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften zu einem regelrechten Handelskrieg auszuarten. Das klingt dramatisch. Doch sollte man eines nicht vergessen: Es dauert noch gut zwei Monate, bis die US-Zölle in Kraft treten sollen.

Das Reich der Mitte wird nur dann Sanktionen verhängen, wenn auf Trumps Drohgebärden auch Taten folgen. Also bleibt genug Zeit, um zu verhandeln, etwa über eine Verringerung der Ausfuhren in die USA, mehr Marktzugang für US-Unternehmen in China und Schritte, um US-Unternehmen vor Datenklau zu schützen. Das sind allesamt legitime Anliegen.

Wie vielversprechend solche Gespräche sein werden, ist fraglich. Trump hat nur eine Zahl im Blick, nämlich das US-Handelsdefizit, das weiterhin auf hohem Niveau verharrt. Hinzu kommt, dass wichtige Berater ihm davonlaufen. Folglich werden politische Entscheidungen immer mehr vom Temperament eines unberechenbaren Präsidenten beeinflusst.

Man kann nur hoffen, dass der Immobilienunternehmer sich auf jenen Geschäftssinn besinnt, auf den er so stolz ist. Nur so wird er verhindern, dass die beiden größten Wirtschaftsmächte ihren gefährlichen Kollisionskurs fortsetzen.

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Erstellt:
7. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. April 2018, 06:00 Uhr

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