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Geduldsprobe für Zigtausende
Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann spricht in einer Messehalle mit Bürgern, die dort den gestrigen Tag verbrachten. Foto: dpa
Bombenentschärfung in Frankfurt

Geduldsprobe für Zigtausende

Erst gestern Abend kam die erlösende Nachricht: Die Luftmine, wegen der mehr als 60 000 Menschen vorübergehend ihre Wohnungen räumen mussten, ist entschärft.

04.09.2017
  • DPA

Frankfurt. „Es ist geschafft“, teilte die Polizei gestern über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, nachdem eine Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft worden war. Erst mit zweieinhalbstündiger Verzögerung konnte die Aktion am Nachmittag gestartet werden, weil einzelne Menschen länger als erlaubt in dem Gebiet geblieben waren. Insgesamt mussten mehr als 60 000 Anwohner im Umkreis von 1,5 Kilometern um den Fundort ihre Wohnungen verlassen. Es war die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik.

Die Entschärfung der Luftmine war komplizierter als angenommen, weil sich zunächst von zwei der drei Zünder die Sprengkapseln nicht entfernen ließen und gesondert ausgebaut werden mussten.

Rund 500 Menschen wurden gestern Morgen mit Spezialtransporten in Sicherheit gebracht, 600 waren es bereits am Samstag. Auch Altenheime und zwei Krankenhäuser wurden evakuiert. Weil bis zum Mittag immer neue Bitten um Hilfe bei der Feuerwehr eingingen, dauerten die Transporte länger als geplant. Die Stadt hatte Betreuungszentren in einer Messehalle und in der Jahrhunderthalle eingerichtet. Dort fanden Anwohner Unterschlupf, die sonst nirgendwo unterkamen. Das Polizeipräsidium und der Hauptsitz des Hessischen Rundfunks wurden ebenfalls geräumt.

Für die längste Verzögerung sorgten renitente Anwohner, die sich weigerten, ihre Häuser zu verlassen. „Wegen weniger als einem Dutzend Leuten ist jetzt die ganze Maschinerie angehalten“, schimpfte Feuerwehrchef Reinhard Ries am Mittag, als die Entschärfung eigentlich schon hätte laufen sollen. Seit dem Morgen hätten Polizei und Rettungskräfte einen super Job gemacht „und diese Herrschaften verhageln uns alles“.

Statt wie geplant um 12 Uhr konnte die Entschärfung erst zweieinhalb Stunden später beginnen. „Um 14.27 Uhr ist der Einsatzleiter der Entschärfung informiert worden, dass Sicherheit besteht“, sagte Polizeichef Gerhard Bereswill, „das heißt, dass das Areal menschenleer ist“.

Der Fernverkehr der Bahn und der größte deutsche Flughafen in Frankfurt waren von der Aktion nicht betroffen. Im betroffenen Gebiet mussten aber zahlreiche Straßen gesperrt werden, Busse und vor allem U-Bahnen konnten nicht wie gewohnt fahren. dpa

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04.09.2017, 06:00 Uhr
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