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Standhaft geblieben

Gedenken für Eugen Bolz in der Morizkirche

In seiner Gedenkrede für den vor 68 Jahren von den Nazis ermordeten Rottenburger Ehrenbürger Eugen Bolz ging OB Stephan Neher gestern auch auf die aktuelle Eschenburg-Debatte ein.

24.01.2013
  • Ulrich Eisele

Rottenburg. In einem Gottesdienst gedachten Vertreter der Kirche und Stadt sowie Familienangehörige gestern in der Morizkirche des ehemaligen Staatspräsidenten Eugen Bolz, der 1881 in Rottenburg geboren wurde. Am 23. Januar 1945 wurde der Zentrumspolitiker wegen seiner Beteiligung am missglückten Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Nach einer von Dompfarrer Harald Kiebler zelebrierten Messe hielt Oberbürgermeister Stephan Neher eine Rede, in der er auch auf die Debatte um die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft für den Tübinger Politologen Theodor Eschenburg einging. Bolz sei standhaft gegen die neue Staatsmacht der Nazis geblieben, stellte Neher fest und leitete daraus zur Frage über, warum seine frühzeitigen Mahnungen von niemand ernst genommen wurden.

Viele „kleine Rädchen“, darunter auch Eschenburg, hätten zum Funktionieren des NS-Staates beigetragen, sagte Neher. Auch wenn dessen Fehlverhalten in der NS-Zeit verzeihbar sei, so disqualifiziere es den Tübinger Politologen doch als Ehrenbürger – trotz seiner Verdienste um den Aufbau der Bundesrepublik: „Ein Ehrenbürger muss in allen Belangen seines Lebens Vorbild sein“, forderte Neher.

Auf TAGBLATT-Nachfrage verwies Neher hinterher auf den Wurmlinger Pfarrer Stefan Kruschina, den man wegen eines Missbrauchsfalls „sofort aus der Rottenburger Ehrenbürgerliste“ gestrichen habe.

Gedenken für Eugen Bolz in der Morizkirche
Einen Kranz legte Rottenburgs Oberbürgermeister gestern vor der Büste des von den Nazis ermordeten Staatspräsidenten Eugen Bolz (1881 bis 1945) nieder. Mitglieder der AV Guestfalia salutierten – der katholischen Studentenverbindung gehörte Bolz während seiner Tübinger Studienjahre an. Bild: Sommer

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24.01.2013, 12:00 Uhr
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