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Schlechtere Thronchancen für deutschen Adel

Geburt im Hause Windsor wird Rangfolge verändern

Der Nachwuchs von Prinz William hat Auswirkungen auf die Thronfolge für deutsche Adlige. Auch für das Fürstenhaus Hohenlohe-Langenburg verschlechtern sich die Chancen auf die Krone.

07.12.2012

Von HANS GEORG FRANK

Langenburg/London Noch belegt Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg Platz 162 der britischen Thronfolge. Doch sobald sein Onkel zweiten Grades, Prinz Charles, Großvater wird, schwindet die Chance auf die Krone weiter. Das Kind von Prinz William und seiner Frau Kate wird Platz 3 einnehmen. Sollten in sieben Monaten gar Zwillinge geboren werden, rückt der Langenburger Fürst noch weiter nach hinten.

Der 42 Jahre alte Fürst ist eng mit dem englischen Königshaus verwandt. Seine Großmutter Margarita war eine der vier älteren Schwestern von Prinz Philip, dem Mann an der Seite von Königin Elizabeth II. Der 1921 auf Korfu geborene Herzog von Edinburgh rangiert übrigens erst auf Platz 480 der Thronfolge. Direkt hinter ihm taucht Erbprinz Bernhard von Baden auf, dessen Haus gleichfalls über die Philip-Linie verwandtschaftliche Beziehungen in den Buckingham Palast hat - Theodora, eine Schwester Philips, war die Großmutter Bernhards, eines Großcousins des werdenden Vaters William, Herzog von Cambridge.

Die ständig aktualisierte Rangfolge umfasst derzeit 1345 Namen, dazu gehören gekrönte Häupter wie Harald von Norwegen (62), Carl XVI. Gustaf von Schweden (186), Margarethe II. von Dänemark (216), Beatrix I. der Niederlande (807) - ein Beweis für die engen und weit verzweigten Verflechtungen der adligen Sippen.

Anrecht auf den Thron hat nur, wer protestantisch ist und niemand aus dem katholischen Lager heiratet. Weil sich Ernst August von Hannover bei der Hochzeit mit Caroline von Monaco 1999 nicht an dieses K.o.-Kriterium hielt, bleibt ihm als Nachkomme von König Georg III. (1760 - 1801) die Krone verwehrt.

In der königlichen Hitliste taucht das pfälzische Fürstengeschlecht Leiningen ab Platz 113 auf, hat damit aus deutscher Sicht die besten Aussichten auf eine Krönung. Ansonsten gibt es etliche Vertreter von Adelshäusern wie Preußen, Sachsen-Coburg und Gotha, Schleswig-Holstein-Sonderborg-Glücksburg, Waldeck und Pyrmont, Gemmingen-Hornberg, Schaumburg-Lippe. Auch das Haus Württemberg ist verzeichnet dank Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach (Platz 558), Ur-Ur-Enkel von König Wilhelm I. Zwei Ur-Ur-Enkel von Charlotte von Württemberg nehmen die Plätze 573 und 588 ein.

Selbst einem Beckenbauer wird die Ehre der Erwähnung zuteil, allerdings ziemlich abgeschlagen auf Platz 1126 und ohne erkennbaren Bezug zu "Fußball-Kaiser" Franz. Es handelt sich um den 36-jährigen Bernold Beckenbauer, promovierter Ingenieur und Manager in Hongkong. An seinem Stammbaum reichen Äste zu Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen.

Für die 34. Generation nach Wilhelm dem Eroberer (1066 - 1087) gilt nicht mehr das Vorrecht männlicher Nachkommen, die Primogenitur. Nach einer neuen Regelung sind Prinzessinnen gleichberechtigt. Auch sie können damit den Thron besteigen, sofern ihn die Oma geräumt hat.

Enge Kontakte: Im Mai 1965 besuchte Elizabeth II. mit Prinz Philip Schwäbisch Hall. Rechts ist Fürst Kraft zu Hohenlohe-Langenburg zu sehen. Foto: Haller Tagblatt

Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg belegt Rang 162 in der Thronfolge.

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Erstellt:
7. Dezember 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Dezember 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Dezember 2012, 12:00 Uhr

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