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Zürich

Gebühren für besonders laute Flugzeuge in Zürich steigen

Der Fluglärm am Züricher Airport sorgt seit Jahren für Ärger - auch bei Gemeinden in Süddeutschland. Neue Maßnahmen sollen Besserung bringen.

11.09.2019

Von dpa

Ein Flugzeug im Landeanflug. Foto: Robert Michael/Archivbild

Zürich. Das Starten und Landen mit besonders lauten Flugzeugen ist am Flughafen Zürich in den Randzeiten ab sofort teurer. So steigt der Nachtzuschlag ab 22.30 Uhr für den Start eines Langstreckenflugzeugs - etwa Boeing B777-300ER - fast auf das Vierfache. Die neue Gebührenordnung ist seit Mittwoch in Kraft. Von 23.30 Uhr bis 06.00 Uhr gilt in Zürich ein Nachtflugverbot.

Die Behörden wollen Fluggesellschaften dazu bringen, mit leiseren Maschinen oder zu anderen Zeiten zu fliegen. Die Einnahmen sollen ausschließlich in den Lärmschutz fließen, etwa für Schallschutzfenster für Flughafenanwohner.

Zudem testen diese Woche Forscher, ob leisere Anflüge mit einem neuen Assistenzsystem erreicht werden. Die Software macht Piloten Vorgaben, etwa wann das Flugzeug sinken oder wann das Fahrwerk ausgefahren werden soll. Das soll den Lärmpegel um bis zu einem Viertel senken.

Gemeinden in Süddeutschland streiten seit Jahren mit den Schweizern über den Fluglärm. Viele Starts und Landungen gehen über deutsches Staatsgebiet. Der Schutzverband für die Bevölkerung um den Flughafen Zürich begrüßte die Gebührenerhöhung, hält aber auch die neuen Gebühren noch für zu niedrig.

Im Landratsamt Waldshut ist man ebenfalls skeptisch: „Prinzipiell begrüßen wir alle Anstrengungen, die unternommen werden, um den Fluglärm zu reduzieren. Unsere Hoffnungen und Erwartungen setzen wir allerdings nicht darauf“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Das Thema - insbesondere die Belastung der davon betroffenen deutschen Gebiete - müsse politisch gelöst werden. „Hier verweisen wir auf das von den Landkreisen Waldshut, Konstanz und Schwarzwald-Baar vorgeschlagene Mediationsverfahren.

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Erstellt:
11. September 2019, 12:26 Uhr
Aktualisiert:
11. September 2019, 11:50 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 11:50 Uhr

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