Rottenburg

Geben und Nehmen

Wir berichteten darüber, dass die Stadt Rottenburg für die Aufstellung der Birken zur Fronleichnamsprozession 12.000 Euro bezahlt.

17.06.2024

Von Felix Hammer, Rottenburg

Der Artikel erweckt den Eindruck, dass hier – wieder einmal – der ohnehin viel zu reichen katholischen Kirche „unter der Hand“ eine erhebliche Geldleistung zugeschoben werden soll. Er übersieht dabei aber, dass die meisten der Prozessionsteilnehmer auch Rottenburger Bürger sind, deren Grundrechtswahrnehmung (die Religionsfreiheit ist durch Art. 4 des Grundgesetzes garantiert) durchaus von der Stadt gefördert werden darf.

Auch ignoriert der Artikel, dass es sich bei den Leistungen zwischen Stadt und Kirche um ein gegenseitiges Geben und Nehmen handelt: Ohne die Kulturleistungen der Kirche (Erhaltung von Dom, Kirche St. Moriz, Weggental, das Diözesanmuseum, die Diözesanbibliothek, die Konzerte im Dom und anderes mehr), die weit mehr als 12.000 Euro im Jahr erfordern und allen Bürgern offen stehen, wäre die Stadt kulturell um vieles ärmer und für auswärtige Besucher kaum noch attraktiv. Daran könnte man vielleicht auch einmal denken, ehe man die Leistung der Stadt nachgerade wie einen Skandal aussehen lässt.

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Erstellt:
17.06.2024, 01:00 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 29sec
zuletzt aktualisiert: 17.06.2024, 01:00 Uhr

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