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Grünen-Studie

Gasversorger kassieren zu viel

29.12.2015
  • DPA

Berlin/Stuttgart. Viele Erdgas-Kunden profitieren laut einer Studie nicht ausreichend von gefallenen Weltmarkt-Preisen. 2015 hätten Gasversorger so 1,3 Milliarden Euro extra eingenommen, heißt es in einer gestern veröffentlichten Untersuchung des Energiefachmanns Steffen Bukold im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion. Durchschnittshaushalte hätten pro Jahr im Schnitt 132 Euro mehr gezahlt, als wenn der niedrigere Einkaufspreis komplett weitergereicht worden wäre. In Baden-Württemberg seien es sogar 172 Euro gewesen.

Bukold erklärte, für 2016 hätten die Versorger zwar Preissenkungen angekündigt, bisher mache aber nur gut ein Fünftel der Anbieter mit. Verbrauchern bleibe nur der Weg, Tarife zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln. Die Preisunterschiede lägen oft bei über zehn Prozent bei gleicher Leistung. "Die Studie zeigt wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass Verbraucher bei Gaspreisen genau hinschauen", sagte Landes-Verbraucherschutzminister Alexander Bonde (Grüne).

Rund 20 Millionen Haushalte in Deutschland heizen mit Erdgas. Die Gaspreise fallen international seit Jahren, in Europa seit 2014 um rund ein Drittel. Grund ist ein Überangebot, unter anderem wegen der Fracking-Förderung in den USA.

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29.12.2015, 08:30 Uhr
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