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Unlingen/Groß Sachau

Ganz selten: Kühe bringen Drillinge gesund zur Welt

Drillingsgeburten bei Rindern sind extrem selten - nun sind gleich zwei solche Fälle bekannt geworden.

17.04.2017

Von dpa/lsw

Milchbauer Robert Böttle mit den einen Tag alten Drillings-Kälbchen. Foto: Thomas Warnack dpa/lsw

Unlingen/Groß Sachau. Am Ostersonntag brachte Kuh Evi in Oberschwaben gesunde Drillinge zur Welt. «Die drei Mädels sind wohlauf, die Kalbung lief ohne Probleme», sagte Landwirt Robert Böttle am Ostermontag in Unlingen (Kreis Biberach). Böttles Kollege Benjamin Bentz aus Groß Sachau in Niedersachsen ist schon einen Schritt weiter: Seine drei schwarz-bunten Kälbchen Flecki, Blacky und Berta sind mittlerweile sechs Wochen alt und damit über den Berg, wie er sagte.

«Noch dazu sind sie auf vollkommen natürliche Art entstanden, ohne Hormonbehandlung», versicherte Bentz. Die Mutterkuh habe sich mit dem Deckbullen auf einer Wiese vergnügt, ein «Natursprung». Mit seiner Tochter Emma besucht der Landwirt die Drillinge täglich. Emma liebe die großäugigen Kälbchen. Die am 27. Februar geborenen Drillinge bleiben erstmal im Stall. Normalerweise würden die Kälbchen nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und allein in sogenannten Iglus aufgezogen. Die Drillinge dürfen zusammen bleiben, sagte Bentz.

Seine Kollege Böttle muss noch Namen für sein Trio finden. «Alle drei werden mit «E» beginnen», ist er sich sicher - nach Mutter Evi, einem Fleckvieh-Rind. Seine bisherigen Favoriten seien «Emma, Else und Elfrida». Für Kuh Evi war es bereits die zehnte Geburt in elf Jahren, wie Böttle sagte. Sie wurde künstlich befruchtet, aber: «Alles ohne Hormonbehandlung - wie so mancher vielleicht meinen könnte.»

Bei 90 Kühen in dem Familienbetrieb und mehr als 100 Geburten im Jahr seien die Drillinge etwas Besonderes. Beim Fühlen im Mutterleib der trächtigen Evi habe er gedacht: «Mann, da sind aber ein Haufen Füße drin», erzählte der Landwirt. Am Tag der Kalbung sei es schnell gegangen: Nach zehn Minuten seien alle drei auf der Welt gewesen, sagte Tierarzt Lutz Berger. Selbst für ihn als erfahrenen Veterinär sei diese Drillingsgeburt ein seltenes Vergnügen: Nur acht Mal in 25 Jahren Praxis habe er Drillinge bei Rindern lebend entbunden.

Eine Drillingsgeburt bei Rindern sei extrem selten, vor allem, wenn alle drei Tiere die Geburt überleben, betonte auch der Sprecher der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Wolfgang Ehrecke. Bei einem Bestand von rund 570 000 Milchkühen und etwa 700 000 Geburten pro Jahr in Niedersachsen kommen Drillingsgeburten laut Ehrecke ein bis zwei Mal pro Jahr vor. Anderthalb bis zwei Prozent der Geburten sind Zwillingsgeburten.

Milchbauer Robert Böttle mit den einen Tag alten Drillings-Kälbchen. Foto: Thomas Warnack dpa/lsw

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Erstellt:
17. April 2017, 12:02 Uhr
Aktualisiert:
17. April 2017, 14:42 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. April 2017, 14:42 Uhr

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