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SPD

Gabriel möchte Kanzler werden - wenn die Partei es will

Sigmar Gabriel will 2017 Bundeskanzler werden. Dass er vorher als SPD-Spitzenkandidat antreten muss, kann er nicht länger leugnen.

29.10.2015
  • GUNTHER HARTWIG

Eine Sensation hat der "Stern" dem SPD-Vorsitzenden gewiss nicht entlockt: "Natürlich will ich Bundeskanzler werden, wenn mich die SPD aufstellen will. Das ist doch gar keine Frage." So jedenfalls hat es Sigmar Gabriel jetzt dem Magazin gesagt. Natürlich, keine Frage - was denn sonst? Gezweifelt hat daran ohnehin keiner. Weder seine Parteifreunde noch die informierte Öffentlichkeit.

Wenn es in den vergangenen Monaten dennoch Diskussionen um die Frage gegeben hat, ob der Vizekanzler bei der Bundestagswahl 2017 als Spitzenkandidat der Genossen antritt, dann nicht etwa, weil die SPD so viele Alternativen hätte - oder ihr Frontmann eine andere Wahl. Nein, der Kieler Ministerpräsident Torsten Albig hatte ganz prinzipiell an der Sinnhaftigkeit der Kandidatenkür gezweifelt, weil gegen die Amtsinhaberin von der CDU kein Kraut gewachsen sei.

Inzwischen sind Angela Merkels Umfragewerte ebenso rapide gesunken wie die Zustimmung zur Union. Insoweit kommt der von Albig empfohlene Verzicht auf einen SPD-Herausforderer noch weniger in Betracht als im Sommer. Und unabhängig vom traditionellen Zugriffsrecht des amtierenden Parteichefs auf die Spitzenkandidatur ist niemand in Sicht, der die undankbare Aufgabe auf sich nehmen will, gegen die unverändert populäre Kanzlerin in den Ring zu steigen - noch dazu aus einer großen Koalition heraus und auf der Basis von schlappen 25 Prozent.

Wenn Gabriel nun sagt, er stehe zur Verfügung, "wenn die SPD mich will", steckt dahinter eine Mischung aus Koketterie und blanker Notwendigkeit. Weder Frank-Walter Steinmeier, Andrea Nahles, Thomas Oppermann oder Manuela Schwesig noch irgendeiner der SPD-Landesfürsten drängen sich auf, wären bereit oder mehrheitsfähig in der Partei. Ende 2016 oder Anfang 2017 muss sich Gabriel also designieren lassen, ohne dass die Basis über konkurrierende Bewerber abzustimmen hätte. Es sei denn, die schwarz-rote Koalition platzt vorher wegen der Flüchtlingskrise. Dann würden die Karten ohnehin neu gemischt - nicht bloß bei der SPD.

Gabriel möchte Kanzler werden - wenn die Partei es will
Mischung aus Koketterie und Notwendigkeit: Sigmar Gabriel (SPD) will Kanzler werden. Foto: dpa

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29.10.2015, 12:00 Uhr
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