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Gewerkschaft kritisiert Ungleichbehandlung

GEW will Aufwertung für Hauptschullehrer

Hauptschullehrer arbeiten immer öfter an Realschulen, werden aber schlechter bezahlt. Gleichbehandlung würde das Land Millionen Euro kosten.

23.08.2016
  • LSW

Stuttgart. Haupt- und Werkrealschullehrer müssen aus Sicht der Gewerkschaft GEW für neue Aufgaben an Real- und Gemeinschaftsschulen und an der eigenen Schulart besser bezahlt werden. „Gleiche und gleichwertige Arbeit muss gleich bezahlt werden“, sagte Landeschefin Doro Moritz in Stuttgart. Diese Lehrer hätten die schwierigste Klientel und müssten Ganztagsbetrieb, Berufsorientierung und Inklusion schultern. Wegen der rückläufigen Zahl der Hauptschulen kommen deren Lehrer nach und nach an Real- und Gemeinschaftsschulen, wo ihre Kollegen besser bezahlt werden. Wenn Pädagogen im selben Kollegium unterschiedliche Besoldung erhalten, vergifte dies das Schulklima.

Es handelt sich je nach Familienstand und Alter um Unterschiede zwischen 400 und 500 Euro zwischen der Besoldungsstufe A12 (Hauptschullehrer) und A13 (Realschullehrer). Eine Änderung werde umso dringlicher, da 2017 nach dem reformierten Lehramt bezahlte Junglehrer auf die Schulen kämen und damit mehr verdienten als erfahrene Kollegen.

Die zusätzlichen Kosten, um alle Hauptschullehrer nach A13 zu befördern, beziffert Moritz auf 80 Millionen Euro im Jahr. „Das ist nicht wenig, aber absolut notwendig.“ Der SPD-Bildungsexperte Gerhard Kleinböck stimmte ihr zu . „Alle Hauptschullehrer müssen in A13 eingestuft werden.“ Alles andere wäre ein Affront gegen Hauptschullehrer. Die von Ex-Kultusminister Andreas Stoch (SPD) konzipierte Beförderungsqualifizierung für Haupt- und Werkrealschullehrer wird im Herbst gestartet. Allerdings laut Moritz auf niedrigerem Niveau: Aus Haushaltsresten des Kultusministeriums würden 200 000 Euro zusammengekratzt, um 200 Lehrer auf die Realschule vorzubereiten. Die Zahl der Lehrer, die in absehbarer Zeit ihren Arbeitsplatz ändern müssen, beziffert Moritz aber auf etwa 10 000. Ursprünglich waren 400 000 Euro für die Fortbildung vorgesehen.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) betonte, sie habe sich dafür stark gemacht, dass die Weiterqualifizierung wie geplant im neuen Schuljahr beginnen könne. Das Vorhaben sei bereits für den Haushalt 2017 eingeplant. Die Weiterqualifizierungsangebote seien nicht nur für 200 Lehrkräfte konzipiert, sondern im ersten Schritt für rund 1000. Zur Forderung, Hauptschullehrer finanziell gleich zu stellen, äußerte sich Eisenmann nicht.

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23.08.2016, 06:00 Uhr
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