Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Asyl

GEW weist Vorwürfe zurück

Müssen Lehrer bei Abschiebungen helfen? Ein Leitfaden der Gewerkschaft erzürnt das Innenministerium.

07.08.2017

Von EPD

Stuttgart. Im Land gibt es Streit um einen Leitfaden zu Schüler-Abschiebungen. Das Innenministerium hat eine von der Lehrergewerkschaft GEW und dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg veröffentliche „Handlungsanleitung bei drohender Abschiebung eines Kinder oder eines Jugendlichen“ kritisiert, es sieht darin einen Aufruf zum Rechtsbruch. In einem Brief fordert Staatssekretär Martin Jäger (CDU) GEW und Flüchtlingsrat auf, das Papier nicht weiter zu verwenden.

Die GEW-Vorsitzende Doro Moritz wies die Vorwürfe zurück. „Wir fordern nicht zu rechtswidrigem Verhalten auf“, sagte sie gestern in Stuttgart. Anlass für das Papier seien Verunsicherungen in der Lehrerschaft gewesen.

Dagegen wirft das Ministerium GEW und Flüchtlingsrat vor, sie forderten Angehörige im öffentlichen Dienst dazu auf, behördliche Entscheidungen zu verhindern. Zudem würden im Südwesten keine Kinder durch die Polizei aus dem Unterricht abgeholt und abgeschoben. Das sei „grundsätzlich auch zukünftig nicht beabsichtigt“, heißt es in dem Brief.

In der Anleitung geht es etwa um die Frage, ob Schulen bei Abschiebungen den Ausländerbehörden helfen müssen. So gebe es keine Kooperationspflicht. Lehrkräfte könnten ihre Schüler vor einer Abschiebung sogar warnen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, heißt es in der Handreichung. Im Juni hatte bereits die GEW in Bayern einen ähnlichen Leitfaden veröffentlicht. epd

Zum Artikel

Erstellt:
7. August 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. August 2017, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+