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Fußball: Nehrens Armando Munoz über seine Doppelrolle als B-Liga-Trainer und Landesliga-Kicker
Beim FC Holzhausen (links Marco Sumser) schoss Armando Munoz (rechts) am letzten Spieltag der Vorsaison seinen bislang letzten Landesliga-Treffer. Durch das 4:1 blieb der SV Nehren in der Liga. Archivbild: Ulmer
Taktiktafel statt Flügelläufe

Fußball: Nehrens Armando Munoz über seine Doppelrolle als B-Liga-Trainer und Landesliga-Kicker

Armando Munoz kickt bereits in seiner neunten Saison beim Landesligisten SV Nehren. Besser gesagt, er will dort kicken. Denn seine Leiste macht dauerhaft Probleme. Deshalb hat er nun die zweite Mannschaft in der B-Liga als Trainer übernommen – und klare Visionen.

26.08.2016
  • Moritz Hagemann

Nehren.Kurz nachdem Armando Munoz im Sommer 2008 vom TuS Ergenzingen zum SV Nehren gewechselt war, sagte der damalige SVN-Trainer und heutige Fußballchef Dietmar Schneider: „Am Anfang hatte er noch ein paar Probleme – auch mit dem Gewicht.“ Munoz muss lachen, als er darauf angesprochen wird. „An den Spruch kann ich mich noch erinnern“, sagt der 28-Jährige. Er sei eben schon ein Typ gewesen, „der nach der Sommerpause mal zwei, drei Kilo mehr hatte“, sagt Munoz. Aber: „Wenn ich dann trainiert habe, waren die auch schnell wieder unten.“

Doch mit dem Training ist das momentan so eine Sache beim Spanier. Denn seit rund einem Jahr hat er „brutale Probleme“ mit seiner Leiste. Fünf verschiedene Ärzte und zwei Heilpraktiker konnten das Problem nicht lösen. „Ich weiß nicht, was ich habe“, sagt Munoz. In der Schlussphase der Vorsaison quälte er sich mit Schmerzmitteln durch den Abstiegskampf, anders sei es nicht mehr gegangen. Deshalb musste er nicht so sonderlich lange überlegen, als Dietmar Schneider ihn fragte, ob er nicht die zweite Mannschaft in der Kreisliga B übernehmen wolle. „Mal Spielertrainer zu sein, das hatte ich immer im Kopf“, sagt der Offensivspieler.

Denn im eigenen Verein hat er einige Möglichkeiten ausgemacht, das Potenzial einer zweiten Mannschaft besser auszuschöpfen. „Der Abstand von der B- zur Landesliga ist schon sehr groß“, gibt er zu bedenken: „Langfristig ist das ein Problem!“ Außerdem wolle er seine guten Verbindungen zur ersten Mannschaft nutzen, um die beiden Teams enger aneinanderzuführen. „Das war nämlich ausbaufähig die letzten Jahre“, sagt er. Und der dritte Punkt: Ein gutes Training, „das sie, glaube ich, und wie die Spieler auch berichten, so nicht immer hatten.“ Denn es gebe schon fünf, sechs Spieler, die irgendwann für die Landesliga infrage kommen würden. Wohlwissend, dass es für eine zweite Mannschaft in der B-Liga schwer ist, neue Spieler anzuheuern, lässt Munoz auch seine Kontakte spielen. Andreas Dominguez beispielsweise, Zugang vom SV Hirrlingen, ist sein Cousin. Dennis Degen und Michael Wagner kennt Munoz noch aus Mössingen, wo er auch wohnt.

Im Kopf hat Munoz aber auch noch die Landesliga-Mannschaft. In Abwesenheit von Cheftrainer Dieter König coachte er da zuletzt auch mit. „Und wenn ich schmerzfrei wäre, würde ich auch aushelfen“, sagt er. „Die Landesliga ist noch nicht abgehakt.“ Vor allem nach dieser Vorsaison, als der SVN mit vielen ehemaligen Verbandsliga-Spielern fast aus der Landesliga abgestiegen wäre. „Die Mannschaft ist vielleicht im Hinterkopf ein bisschen satt“, sagt Munoz. Er und Spieler wie Jakob Braun oder Pedro Keppler haben den Verbandsliga-Aufstieg ja schon erlebt, „und je älter man wird, desto wichtigere Dinge als Fußball gibt es“, sagt Munoz. Dass eben dieser Kern schon so lange bestehen bleibt, liege daran, dass die Spieler ihren Verbleib oft von der Zusage der Teamkollegen abhängig machten.

Munoz hat sich jetzt etwas ausgeklinkt, ist zwar im Verein geblieben, aber eben mit neuen Aufgaben und Schwerpunkten. Ob ihm in den nächsten Jahren gestandene Spieler wie Keppler („mein bester Freund“) folgen könnten und in der zweiten Mannschaft die Laufbahn ausklingen lassen? Munoz überlegt kurz – und sagt: „So weit habe ich dabei noch gar nicht gedacht...“

Beide Teams gehen mit Personalsorgen ins Derby

Armando Munoz sieht seinen SV Nehren für das Landesliga-Derby beim FC Rottenburg (Sonntag, 15 Uhr) gerüstet. „Wir sind gut drauf“, sagt der 28-Jährige. Auch wenn sich zuletzt bemerkbar gemacht habe, dass einige Spieler in der Vorbereitung verletzt waren und die Kraft noch nicht ganz gereicht habe. „Aber so ein Derby hat ja immer einen besonderen Reiz“, sagt Munoz. Ähnliche Worte wählt auch Osman Stumpp, Trainer des FCR. Und beide Klubs vereint in diesen Tagen auch die dünne Personaldecke. Beim FCR werden aber der zuletzt gesperrte Jan Baur sowie Alexander Schirm wieder dabei sein. „Aber ingesamt fehlen neun Spieler“, sagt Stumpp. Der wisse, wie Nehren spielt. „Aber wir werden nicht abwarten was Nehren macht“, sagt er, „sondern unser Spiel aufziehen.“ In der Vorsaison gewannen beide Teams je einmal das Duell, Stumpp erlebte dabei „zwei schwierige Spiele“. Kurios: Von den letzten acht direkten Duellen endete keines Unentschieden.

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26.08.2016, 01:00 Uhr
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