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Zur Person: Robert Louis-Dreyfus

Fußball-Narr und Milliardär

Seit mehr als sechs Jahren ist Robert Louis-Dreyfus tot. Nun steht sein Name im Mittelpunkt schwerer Anschuldigungen gegen den deutschen Fußball.

17.10.2015
  • DPA

Er war Hauptaktionär des französischen Fußball-Spitzenvereins Olympique Marseille, jahrelang Chef von Adidas und Spross einer milliardenschweren Unternehmer-Familie: Robert Louis-Dreyfus galt bis zu seinem Tod im Juli 2009 als eine der schillerndsten Figuren der europäischen Sportszene.

Mehr als sechs Jahre nach seinem Tod steht sein Name nun im Mittelpunkt des möglicherweise größten Skandals für den deutschen Fußball. Nach "Spiegel"-Informationen soll der fußballverrückte Milliardär maßgeblich dazu beigetragen haben, die WM 2006 nach Deutschland zu holen.

In Deutschland spielte Louis-Dreyfus vor allem als Geschäftsmann eine Rolle. Der im Alter von nur 63 Jahren an Leukämie gestorbene Franzose stand von April 1993 bis Anfang 2001 an der Spitze von Europas größtem Sportartikelhersteller Adidas und führte ihn aus der Krise. Später war er als Geldgeber am spektakulären Verkauf der Sportrechte der insolventen KirchMedia an die Gruppe um Ex-Nationalspieler Günter Netzer beteiligt.

In der Steueraffäre des Ex-Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, spielte Louis-Dreyfus als Geldgeber eine Rolle. Er soll seinem Freund fünf Millionen Mark für Spekulationsgeschäfte zur Verfügung gestellt und einen Kredit für den damaligen Bayern-Boss von weiteren 15 Millionen Mark durch eine Bürgschaft abgesichert haben. Beide sollen mit diesen Millionen gezockt haben. Nach ein oder zwei Jahren zahlte Hoeneß die Summen dann wohl zurück.

Dieser Deal fand statt, als der FC Bayern mit Adidas über eine Beteiligung verhandelte. Der Konzern bezahlte im September 2001 dann 75 Millionen Euro und erwarb dafür zehn Prozent an der FC Bayern AG.

Der typische Manager war Louis-Dreyfus nicht. Er zeigte sich oft in Jeans, T-Shirt und Turnschuhen. Der Harvard-Absolvent machte auch Negativschlagzeilen: 2007 wurde er von einem Berufungsgericht zu zehn Monaten Gefängnis auf Bewährung sowie 200 000 Euro Geldstrafe verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er in illegale Transfergeschäfte des früheren Olympique Marseille-Trainers Rolland Courbis verwickelt war.

Fußball-Narr und Milliardär
Robert Louis-Dreyfus spielte in zahlreichen Fußball-Affären eine wichtige Rolle. Foto: imago

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17.10.2015, 12:00 Uhr
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