Tübingen

Für sich geworben

18.06.2024

Von Eva Schlenker, Tübingen

Ich möchte Sabine Lohr in ihrem „Übrigens" beipflichten, wenn sie die Meinung vertritt, eine Wahl verpflichte, und kritisiert, dass drei Kandidaten der vergangenen Gemeinderats- beziehungsweise Kreistagswahl Ämter, in die sie gewählt wurden, zum Teil nicht antreten, beziehungsweise sich dies in einem Fall noch überlegen.

Diese Kandidaten haben bei den Wählern für sich geworben, teilweise war ihnen für die Werbung in eigener Sache keine Mühe zu groß, aber nach der Wahl ist man ganz „huch“ und „ach, du Schreck!“, scheut plötzlich die Arbeit, die so ein Amt mit sich bringt, und bekennt in einem Fall sogar, man hätte ja gar nicht gewählt werden wollen! Ich frage mich: Warum haben diese drei Herren kandidiert?

Kommunalwahlen sind in hohem Maße Persönlichkeitswahlen. Viele Wähler wird dieses Verhalten einzelner Kandidaten enttäuschen – es ist nicht nur ein klarer Vertrauensbruch, es befördert auch Politikverdrossenheit: Warum sollen die Bürger eigentlich wählen gehen, wenn sich Kandidaten hinterher so verhalten?

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Erstellt:
18.06.2024, 01:00 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 29sec
zuletzt aktualisiert: 18.06.2024, 01:00 Uhr

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