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Kretschmann verärgert Parteilinke – Vertrauliches Gespräch mit der Kanzlerin

Für Schwarz-Grün im Bund

Ministerpräsident Kretschmann hat sich erneut für Schwarz-Grün im Bund ausgesprochen. Das passt nicht allen in seiner Partei.

27.08.2016
  • DPA

Stuttgart/Berlin. Ein Jahr vor der Bundestagswahl hat sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) für ein schwarz-grünes Bündnis im Bund ausgesprochen und damit Linke in seiner Partei provoziert. Schwarz-Grün passe einfach in unsere Zeit, die geprägt sei von Unsicherheit und Krisen, sagte Kretschmann dem „Spiegel“. „Es kommt jetzt darauf an, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu sichern. Es geht darum, Freiheit und Individualismus zu erhalten und zugleich dem wachsenden Bedürfnis nach Sicherheit gerecht zu werden.“ Kretschmann führt die bundesweit erste grün-schwarze Landesregierung.

In der Diskussion um den Nachfolger des scheidenden Bundespräsidenten Joachim Gauck wandte sich Kretschmann gegen die Idee, einen Kandidaten ohne politische Erfahrung zu nominieren. „Es sollte ein ausgewiesener, erfahrener Politiker sein“, sagte Kretschmann. Es sei jetzt nicht die Zeit für Experimente. Zuletzt war etwa über den Schriftsteller Navid Kermani als möglichen rot-rot-grünen Kandidaten spekuliert worden. Aber auch Kretschmanns Name ist immer wieder im Gespräch.

Zurückhaltend zur Perspektive eines schwarz-grünen Regierungsbündnisses äußerte sich der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Anton Hofreiter. „Es wäre ein großer Fehler, sich als Grüne auf Schwarz-Grün festzulegen.“ Besonders die CSU sei von den Grünen „meilenweit entfernt“. Von dort kam gestern auch prompt Protest: „Schwarz-Grün ist für Berlin keine seriöse Option“, sagte Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU).

Nach Angaben des Nachrichtenmagazins traf sich Kretschmann am Sonntagabend zu einem vertraulichen Abendessen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Das Staatsministerium bestätigte dies nicht, erklärte aber, dass die beiden von Zeit zu Zeit miteinander über bundespolitische Themen sprächen.

Kretschmann, der als pragmatischer und bürgerlicher Politiker auftritt, gilt seit längerem als Anhänger einer schwarz-grünen Regierung im Bund. Nach der Bundestagswahl 2013 gehörte er der grünen Gruppe an, die solch ein Bündnis mit der Union sondierte. Damals kam Schwarz-Grün nicht zustande, weil sich die Partei nicht genügend auf so eine Koalition vorbereitet fühlte. Die Linke im Bund hält Kretschmann für nicht regierungsfähig.

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27.08.2016, 06:00 Uhr
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