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Zugkatastrophe von Bad Aibling: Fahrdienstleiter soll zwei schwere Fehler gemacht haben

Für Notruf den falschen Knopf gedrückt?

Offenbar haben zwei Fehler zur Zugkatastrophe von Bad Aibling geführt: Nicht nur das Abschalten der Zugsteuerung, sondern auch ein falscher Notruf.

30.03.2016
  • PATRICK GUYTON

München. Otto Steffl, zweiter Bürgermeister von Bad Aibling, empfindet auch sieben Wochen nach der Zugkatastrophe Trauer. Zwei Regionalzüge waren am 9. Februar, am Rosenmontag, gegen 6.45 Uhr nahe der oberbayerischen Stadt mit Tempo 100 ineinander gekracht. Mit elf Toten und 85 Verletzten war es eines der schwersten Zugunglücke in Deutschland seit Jahren.

Auch mit dem 39 Jahre alten Fahrdienstleiter, der für das Unglück mutmaßlich verantwortlich ist, hat Steffl Mitleid und sagt: "Der Mann ist gestraft für sein Leben." Als Ursache für die Katastrophe gilt menschliches Versagen.

Nun holen die Kurstadt an der Mangfall Ermittlungsergebnisse ein, die das Unglück als noch viel tragischer erscheinen lassen, als bisher schon angenommen. Noch sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Traunstein nicht abgeschlossen, es gibt bisher keinen Bericht.

Doch sie bestätigt zumindest indirekt einen Zeitungsartikel: Demnach hat der Fahrdienstleiter nicht nur die automatische Zugsteuerung außer Kraft gesetzt und beiden einander entgegenkommenden Zügen auf der eingleisigen Strecke die Fahrt erlaubt. Er soll das gleich darauf bemerkt und einen Notruf an beide Lokführer geschickt haben.

Dabei soll ihm aber ein weiterer Fehler unterlaufen sein: Er drückte den falschen Knopf. Der Notruf kam nicht bei den Lokführern an, für die er bestimmt war, sondern bei den umliegenden Bahn-Stellwerken. Vielleicht war er in diesen Sekunden völlig durcheinander und in Panik wegen des Unglücks, das er nahen sah. Später sei dann ein weiterer Notruf richtig versendet worden, der aber offenbar zu spät kam.

Der Bericht beruft sich auf Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Der äußerte sich gestern nicht mehr dazu. Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass sie die Deutsche Bahn über eine "Fehlerquelle" informiert hat "bei der Abwicklung des Funkverkehrs bei Notrufen der Fahrdienstleiter".

Eine "Fehlbedienung" sei jetzt Teil der Ermittlungen. Es müsse auch geklärt werden, ob die Züge noch hätten zum Stehen gebracht werden können, wenn der Notruf richtig erfolgt wäre. Ein technischer Fehler wird ausgeschlossen.

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30.03.2016, 06:00 Uhr
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