Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Wahlen

Für Kinder Nulltarif im Nahverkehr

Die Fraktion der Linken in der Region fordert eine Agenda für den Klimaschutz und weniger Straßenbau.

18.05.2019

Von DGR

Die Region verschleppt Probleme, findet Christoph Ozasek. Foto: Die Linke

Stuttgart. Etwa zwei Millionen Menschen sind am 26. Mai zur Regionalwahl des Verbands Region Stuttgart aufgerufen. Wir haben die Fraktionen der Regionalversammlung um Bilanz und Ausblick gebeten. Für „Die Linke“ antwortet der Fraktionsvorsitzende Christoph Ozasek.

Was hat der Verband Region Stuttgart seit der Wahl 2014 erreicht?

Christoph Ozasek: Mit der Tarifzonenreform wurde der VVS übersichtlicher, preisgünstiger und gerechter gemacht. Der Druck von links gegen die Tariferhöhungen hat gewirkt! Mit der Neubeschaffung von 58 S-Bahn-Zügen steigt zudem die Kapazität. Was misslungen ist: Es fehlt eine regionale Klimaschutzagenda, die Autoflut ist so groß wie nie. Die Regionalversammlung zementiert diesen Zustand durch den straßenbaulastigen Regionalverkehrsplan.

Was wird die wichtigste Aufgabe der nächsten fünf Jahre sein?

Impulse der IBA 2027 zu innovativem Städtebau, nachhaltiger Mobilität und gemeinwohlorientierter Wohnraumentwicklung müssen in praktisches Handeln übergehen: Schluss mit bodenzerstörender Dorfentwicklung, hin zu mehr Urbanität und kommunalem Wohnungsbau. Die Reaktivierung bestehender Schienentrassen wie der Schusterbahn und der S-Bahn-Ringschluss ins Neckartal müssen angepackt werden.

Was zeichnet sich für den ÖPNV ab?

Auf die Tarifzonenreform muss mit dem 365-EUR-Jahresticket, Nulltarif für Kinder und Jugendliche, und dem VVS-Sozialticket eine Tarifreform folgen. Wir wollen die Nacht-S-Bahn an allen Werktagen.

Was ist beim Thema Wohnen nötig?

Der Wohnungsmarkt wird sich weiter verschärfen, sofern die Politik nicht sofort umsteuert: Nur eine soziale Bodenordnung mit strategischer Bevorratung und kommunalem Mietwohnungsbau sichert das Recht auf Wohnen.

Wie schafft es die Region, mehr Aufmerksamkeit zu erhalten?

Indem die Regionalversammlung Probleme löst und nicht verschleppt: Anstelle des umweltzerstörerischen Straßenbaus muss eine Offensive für Bahn, Bus und Rad gestartet werden! Der fruchtbare Boden soll kommenden Generationen erhalten bleiben. Die Region muss übergreifende Probleme anpacken. sei/dgr

Zum Artikel

Erstellt:
18. Mai 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Mai 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+