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Bahn investiert in Lärmschutz

Für Baden-Württemberg sind 21 Kilometer neue Schallschutzwände in Planung

Der Lärmschutzbeauftragte der Deutschen Bahn, Andreas Gehlhaar, sieht die Bahn bei der Minderung des Lärms durch Schienenverkehr voll im Plan. „Um zu verhindern, dass Lärm überhaupt entsteht, investieren wir mit Nachdruck in leise Güterwagen“, sagte Gehlhaar im Gespräch mit dieser Zeitung.

15.02.2018

Von Roland Muschel

Lärmschutzwand bei Uhingen im Kreis Göppingen. Foto: Giacinto Carlucci

Stuttgart. Schrittweise werde die gesamte Flotte von DB Cargo damit ausgestattet. „Für 2018 haben wir uns 10?000 Wagen zur Umrüstung vorgenommen. Bis 2020 werden wir die gesamte Flotte umrüsten, wir liegen da genau im Plan.“ Das sei ein wesentlicher Beitrag zur – ausgehend vom Jahr 2000 – geplanten Halbierung des Schienenlärms bis 2020 um im Mittel zehn Dezibel. Von übernächstem Jahr an ist der Einsatz lauter Güterwagen von der Politik nicht mehr erlaubt.

Zudem investiere die Bahn dort, wo der Lärm ankomme. „In Baden-Württemberg haben wir seit dem Jahr 2001 rund 7500 Wohnungen mit Schallschutzfenstern und Fassadendämmung ausgestattet und rund 114 Kilometer Schallschutzwände errichtet. Weitere 21 Kilometer sind derzeit in Planung“, sagte Andreas Gehlhaar. Deutschlandweit habe die Bahn, gemeinsam mit dem Bund, allein im vergangenen Jahr 100 Millionen Euro in Lärmschutzwände und -fenster investiert. Bei ihren Bemühungen gehe es der Bahn darum, die Anwohner in Baden-Württemberg deutlich zu entlasten. Zugleich sieht Gehlhaar den Lärmschutz als Teil der Umweltbemühungen der Bahn insgesamt – und als notwendige Voraussetzung für eine Stärkung des Schienenverkehrs. „Wenn wir die Klimaschutzziele erreichen wollen, dann brauchen wir eine Verlagerung von der Straße auf die grüne Schiene, dafür brauchen wir die Akzeptanz der Menschen vor Ort. Die kriegen wir nur, wenn wir eine leisere Bahn sind. Da schließt sich der Kreis.“ Gehlhaar leitet auch den Umweltbereich der Deutschen Bahn.

Bundesweit hat die Bahn bisher 3700 Kilometer Strecke identifiziert, die besonders lärmbelastet sind. Davon sind etwa 1700 Kilometer – rund 40 Prozent – bereits lärmsaniert. Der Grenzwert ist inzwischen aber von 65 auf 57 Dezibel gesenkt worden. Die Zahl besonders belasteter Strecken steigt dadurch wieder an. „Wir prüfen derzeit mit Hochdruck, wo deshalb weiterer Lärmschutz notwendig wird.“ Im Frühjahr soll eine überarbeitete Gesamtkonzeption vorliegen.

Schlechtere Alternative

„Die Bahn macht wirklich was, die Umrüstung der Güterwagen läuft gut“, konstatiert auch der Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung, Thomas Marwein (Grüne). Bei den Maßnahmen vor Ort wünscht er sich allerdings mehr Schutzwände, denn Lärmschutzfenster seien immer „die schlechtere Alternative“.

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Erstellt:
15. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2018, 06:00 Uhr

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