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Der kleine Unterschied zwischen Hoffenheim und Bayern

Für Andreas Ludwig geht ein Traum in Erfüllung, für Miroslav Klose das Warten auf einen Platz in der Startelf weiter

Von der Bank auf den Rasen. Was Bayern-Stürmer Miroslav Klose schmallippig kommentierte, war für Hoffenheims Andreas Ludwig ein Riesending.

18.01.2010
  • GEROLD KNEHR

München Es gibt sie noch, die Unterschiede zwischen dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München und dem Emporkömmling 1899 Hoffenheim. Der hatte sich in der vergangenen Saison daran gemacht, die Fußball-Welt auf den Kopf zu stellen. Doch derzeit stockt das Team von Ralf Rangnick auf dem Weg nach oben. Das 0:2 bei den Bayern bedeutete das fünfte sieglose Bundesliga-Spiel in Serie. Die Münchner hingegen gewannen die fünfte Liga-Begegnung in Folge - und sind elf Mal ungeschlagen.

Ein weiterer Unterschied: Bayern-Trainer Louis van Gaal leistete sich einmal mehr den Luxus, Stürmer Miroslav Klose auf die Bank zu setzen. Zur Erinnerung: Der 31-Jährige ist in der Nationalmannschaft unangefochten die Nummer eins, hat in 93 Länderspielen 48 Treffer erzielt. In der Bundesliga allerdings hat Klose seit dem 7. März 2009 (!) nicht mehr getroffen.

Auf der Hoffenheimer Ersatzbank hatte Andreas Ludwig Platz genommen. Der hatte vor einem knappen Jahr, als Klose letztmals traf, als A-Jugendlicher sein Debüt bei den Aktiven gegeben. Damals spielte er für den SSV Ulm 1846 in der Regionalliga - und durfte zehn Minuten gegen den TSV Großbardorf ran. "Ich war damals ziemlich aufgeregt", erinnert er sich. Ein paar Wochen später hatte er als dreifacher Torschütze beim 3:0 im Prestige-Duell gegen den SSV Reutlingen seinen großen Auftritt. In der Sommerpause wechselte Ludwig mitsamt seinem Trainer Markus Gisdol von Ulm zur U-23-Mannschaft von 1899 Hoffenheim in die Oberliga.

Nach der Winterpause durfte Ludwig mit den Profis trainieren. Dennoch war der Großhandels-Lehrling "ziemlich überrascht", als ihn Rangnick am Donnerstag in das Aufgebot für das Bayern-Spiel nominierte. "Kurz vor der Pause hat er mir gesagt, ich soll mich besonders intensiv warm machen. Zehn Minuten später holte er mich in die Kabine und sagte mir, ich soll die linke Seite zumachen", so Ludwig. Jene Seite also, auf der Philipp Lahm und Arjen Robben wirbelten.

Keine einfache Aufgabe also für den 19-Jährigen, der im Mai seine Kaufmanns-Abschlussprüfung machen wird und am Freitag zum ersten Mal in der Berufsschule fehlte. "Es war keine einfache Aufgabe für Andreas. Aber er hat sie gut gelöst", lobte Rangnick seinen Debütanten.

19 Minuten länger musste Klose warten, dann wurde auch er eingewechselt. In der 86. Minute erzielte er mit dem 2:0 den Treffer, auf den er fast ein Jahr gewartet hatte. "Ich habe mir für 2010 viel vorgenommen", sagte er hinterher, gab sich ansonsten aber ziemlich schmallippig. Denn sein Trainer hatte zu dem Zeitpunkt bereits angekündigt, beim Auswärtsspiel in Bremen wieder auf Mario Gomez und Ivica Olic in der Startformation zu bauen.

Auch Andreas Ludwig muss in den nächsten schweren Spielen gegen Leverkusen und Schalke wohl wieder zurück in die zweite Reihe. Doch im Gegensatz zu Klose hat er noch alle Zeit der Welt und seine Fußball-Karriere noch vor sich.

Für Andreas Ludwig geht ein Traum in Erfüllung, für Miroslav Klose das Warten auf einen Platz in
Andreas Ludwig (links) im Duell mit Miroslav Klose. Foto: Getty Images

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18.01.2010, 12:00 Uhr
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