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Frühstück bei Monsieur Henri

Frühstück bei Monsieur Henri

Mit Hilfe einer jungen Untermieterin will ein älterer Herr das Familienglück seines Sohns torpedieren.

Frühstück bei Monsieur Henri

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L' étudiante et Monsieur Henri
Frankreich 2016

Regie: Ivan Calbérac
Mit: Claude Brasseur, Guillaume de Tonquedec, Noémie Schmidt

95 Min. - ab 0 Jahren

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22.02.2016
  • Klaus-Peter Eichele

Wer als Student in Paris eine bezahlbare Bleibe sucht, muss einiges aushalten. So landet das frisch in der Metropole angekommene Landei Constance als Untermieterin in der Wohnung des greisen Monsieur Henri, der seine Menschenfeindlichkeit erst gar nicht verbirgt.

Gleich beim Einzug bekommt die junge Frau, die an der Uni wegen ihrer Prüfungsangst schon Stress genug hat, einen dicken Katalog mit Maßregeln vorgesetzt. Und als sie das Geld für die Kaution nicht zusammenkriegt, nutzt der Griesgram die Notlage schamlos aus, um sie in einen perfiden Plan einzuspannen. Constance soll Henris Sohn den Kopf verdrehen, damit dessen Frau, die der Alte noch weniger leiden kann als den Rest der Welt, ihm den Laufpass gibt. Notgedrungen lässt sich Constance darauf ein.

Der Film, den der Franzose Ivan Calbérac nach seinem eigenen Theaterstück inszeniert hat, wäre freilich keine Wohlfühlkomödie, wenn das hinterlistige Liebesspiel und die Bosheit des Witwers nicht auch lustige Funken schlagen würden. Und Genre-gemäß zeigt sich hinter Henris rauer Schale alsbald ein weicher Kern. Seine fiese Seite zeichnet Altstar Claude Brasseur allerdings so glaubhaft, dass „Monsieur Henri“ aus dem Einerlei jener Filme heraussticht, in denen sich ein greiser Grantler zum herzensguten Opa mausert.

Neben ihm überzeugt auch die junge Schweizerin Noémie Schmidt als gutmütige Studentin, der die Rolle einer ruchlosen Femme fatale aufgezwungen wird. Den Balanceakt zwischen komischen und traurigen Situationen, den die unmoralische Intrige mit sich bringt, bewältigt sie mit Bravour. Das tadellose Schauspiel und die ernsten Untertöne der Geschichte entschädigen für das etwas gewaltsam herbeigeführte Eiapopeia, mit dem sich der Film zum Ende hin die Massentauglichkeit sichert.

Greis zwingt Studentin zur Unmoral. Klingt böse, ist aber Wohlfühlkino der besseren Sorte.

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22.02.2016, 11:11 Uhr
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